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UK-Charts: Frank Ocean klar vor Dolly Parton im Ziel

Wie in den USA übernimmt Frank Ocean mit seinem in den unterschiedlichen Schreibweisen "Blonde" oder "Blond" geführten neuen Album auch in Großbritannien sofort die Führung in den Longplay-Charts - mit fast doppelt so viel Einheiten wie Dolly Parton als neuer Zweiten. Top-Single bleibt Major Lazers "Cold Water" mit Justin Bieber und MØ.

29.08.2016 16:23 • von Frank Medwedeff
Holt sich auch in Großbritannien das Longplay-Zepter: Frank Ocean (Bild: Nabil Elderkin)

Wie in den USA übernimmt Frank Ocean mit seinem in den unterschiedlichen Schreibweisen "Blonde" oder "Blond" geführten neuen Album auch in Großbritannien sofort die Führung in den Longplay-Charts. Die exklusiv als Stream bei Apple Music und zum Herunterladen bei ITunes verfügbare Platte, auf der Gaststars wie Beyoncé, Kendrick Lamar, André 3000 oder James Blake mitwirken, kommt laut der Official Charts Company auf 32.000 "kombinierte Verkäufe" (inklusive der eingerechneten Streams).

Dies seien doppelt so viele Einheiten wie Dolly Partons 43. Studioalbum Pure & Simple" generieren konnte. Die Country-Ikone steigt damit auf Rang zwei ein und egalisiert damit ihre Höchstplatzierung im Vereinigten Königreich aus dem Jahr 2014 mit dem Best-Of-Sampler Blue Smoke".

Auch auf Rang drei platziert sich ein Neuzugang, nämlich der Soundtrack zum Kinofilm David Brent: Life On The Road". Der Komiker Ricky Gervais, der das Drehbuch schrieb, Regie führte und die Titelrolle des David Brent (bekannt aus der Fensehserie "The Office") spielt, zeichnet zudem mit seiner Band Forgeone Conclusion für die Songs zum Film verantwortlich. Bei einigen Aufnahmen des Soundtracks stand ihm Coldplay-Sänger Chris Martin zur Seite.

Drakes Views" rutscht in dieser Woche in der UK-Longplay-Rangliste von zwei auf vier, währen Legend" von Bob Marley & The Wailers auf Position fünf stehen bleibt. Von drei auf sechs rutschen ELO mit All Over The World - The Best Of".

Auch die übrigen Top-Ten-Titel weisen jeweils eine rückläufige Tendenz auf: So geht es für Christine & The Queens mit Chaleur Humaine" von vier auf sieben, für Adeles 25" von sechs auf acht, für Justin Bieber und Purpose" von acht auf neun sowie für Coldplay mit A Head Full Of Dreams" von sieben auf zehn.

Die Blossoms finden sich mit ihrem gleichnamigen Debütalbum, der Nummer eins der letzten beiden Wochen, auf Platz 13 wieder. Top-20-Einstiege legen noch die schwedische Metalband Sabaton mit The Last Stand" auf Position 17 und einen Rang dahinter der kanadische Rapper Tory Lanez mit "I Told You" hin.

Die irische Künstlerin Lisa Hannigan bringt ihren neuen Longplayer At Swim" ad hoc auf Platz 24. Die Londoner Band The Rifles rockt sich von null auf 26 mit Big Life", und der US-amerikanische Singer/Songwriter Ryley Walker hält mit Golden Sings That Have Been Sung" Einzug auf Platz 27.

In den UK-Singles-Charts beherrscht Cold Water", der gemeinsame Hit von Major Lazer, Justin Bieber und der dänischen Sängerin MØ in der fünften Woche hintereinander das Bild. Die Official Charts Company zählte in der aktuellen Erhebungswoche gut 71.500 Charts-Einheiten - knapp 1.400 mehr als die alte und neue Nummer zwei aufweist, Let Me Love You" von DJ Snake feat. Justin Bieber.

Dahinter kommt es zum Platztausch: Das New Yorker Progressive-House-Duo The Chainsmokers klettert im Verbund mit der Sängerin Halsey mit dem Track Closer" von vier auf drei; und somit bleibt für Calum Scott und "Dancing On My Own" Platz vier übrig. Die Twenty One Pilots klettern derweil mit Heathens" von sieben auf fünf.

Die Single von Ellie Goulding, Still Falling For You", nimmt als höchster Neueinstieg der Woche Platz 25 in Beschlag.

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