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Charts KW 35: Coup stechen die Konkurrenz aus

In den Offiziellen Deutschen Charts machen die Rapper Haftbefehl und Xatar mit ihrem gemeinsamen Album "Der Holland Job" unter dem Namen Coup das Rennen bei den Longplayern. Top-Single bleibt Imanys "Don't Be So Shy".

19.08.2016 16:50 • von Frank Medwedeff
Klar in Führung: Coup, bestehend aus Hafftbefehl (links) und Xatar (Bild: Mo Gaff)

In den Offiziellen Deutschen Charts machen die Rapper Haftbefehl und Xatar mit ihrer unter dem Namen Coup veröffentlichten Kollaboration Der Holland Job" das Rennen in den Top 100 Longplay. Laut den Chartsermittlern von GfK Entertainment hat das Werk hier "eindeutig die Nase vorn" und ist bereits das achte Deutschrap-Album, das im Kalenderjahr 2016 die Hitliste anführt.

Haftbefehl thront erstmals auf dem obersten Podestplatz. Xatar belegte bereits mit seinem letzten Album, Baba aller Babas", 2015 die Pole Position. Michael Stockum, Head of Four Music, kommentiert den Coup von Coup mit folgenden Worten: "Wahnsinns-Album und großartige Kampagne ergeben eine wohlverdiente Nummer eins. Ich freue mich riesig für Haftbefehl und Xatar, genauso wie für unser Team und die Teams hinter den Künstlern, die alle gemeinsam dies alles möglich gemacht haben."

Andrea Berg springt mit Seelenbeben" von 25 auf zwei, wobei hier die neue Heimspiel Edition" des Albums mit Bonustracks und auch einzeln erhältlicher Live-DVD die entscheidende Rolle spielt. Billy Talent müssen dafür eine Stufe nach unten nehmen auf die Drei, passend zu ihrem Albumtitel Afraid Of Heights".

Es folgen zwei weitere Neueinsteiger: So setzt sich die Dresdner Rockband Letzte Instanz mit Liebe im Krieg" direkt auf Rang vier, und an fünfter Stelle debütiert Armageddon", der neue Longplayer der bayrischen Pagan-Metal-Formation Equilibrium. Beide Gruppen erreichen damit neue Rekordplatzierungen.

Die Top Ten verpassten haarscharf die Sindelfinger Punkrocker WIZO mit dem Hitlisteneintritt ihres Werks Der" auf der Elf. Das Berliner Duo Milliarden platziert sich mit seinem Debütalbum Betrüger" immerhin gleich auf Rang 25. Eine geschlossene Phalanx von Neueinsteigern belegt die Ränge 29 bis 31 mit der australischen Band The Amity Affliction und ihrer Veröffentlichung This Could Be Heartbreak" vor den Darkrockern Lacrimas Profundere aus Oberbayern mit Hope Is Here" und Schlagersängerin Laura Wilde und Echt".

Tage aus Licht", das Debütalbum des Duos Soolo, hält auf Rang 42 Einzug ins Charts-Geschehen; und neu auf 46 findet sich Asyl im Paradies", ein CD/DVD-Set zum 20. Todestag der einstigen Silly-Sängerin Tamara Danz.

Imany beherrscht mit Don't Be So Shy" im Remix von Filatov & Karas in der siebten Woche in Folge die Szenerie der Top 100 Singles. Auf den weiteren Medaillenrängen verharren ebenfalls bewegungslos Major Lazer feat. Justin Bieber & MØ mit Cold Water" sowie Felix Jaehn feat. Alma und Bonfire".

Einen Sprung von acht auf vier macht DJ Snake mit Let Me Love You", seiner Single mit stimmlicher Unterstützung von Justin Bieber. Die Nummer fünf des Klassements heißt wie in der vergangenen Woche This Girl" von Kungs vs. Cookin' On 3 Burners.

Die Beginner landen mit Es war einmal auf Rang 23 den höchsten Neuzugang. Der nächste erstmals gelistete Titel findet sich dann erst auf Rang 73, Kids" von OneRepublic.

In den Top 30 Compilations hält die Regentschaft der Bravo Hits 94" nunmehr vier Wochen an. Auch hier tut sich auf dem Podium nichts: Rang zwei behaupten die Club Sounds Vol, und Kontor Summer Jam 2016" hat noch immer Rang drei inne.

Das Sommerloch im Tonträgerhandel wird hier besonders offenkundig durch die Tatsache, dass in der gesamten Charts-Rangliste kein einziger Neueinsteiger auftaucht. Als Aufsteiger der Woche verbessert sich Best Of 2016 - Sommerhits" von 23 auf 16.

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