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Monkeydrive bringt die Bands auf das Fan-T-Shirt

Die Frankfurter Merchandise-Firma Monkeydrive wurde einst mit einem Spirit von DIY und viel Optimismus gegründet. Heute bietet Monkeydrive neben dem Textildruck von Accessoires bis hin zu Sonderproduktionen alle Produkte zum Thema an.

26.08.2016 10:28 • von Jonas Kiß
Stecken viel Leidenschaft in ihre Arbeit: Andreas Bendel (links) und Sascha Rippberger (Bild: Monkeydrive)

Es begann in einem kleinen Hinterhof in Frankfurt. Andreas Bendel und Sascha Rippberger kauften sich 2005 ein sogenanntes Screenprinter Starter Set aus den USA. Das Gerät bestand aus einem Handkarussel, einem Ofen und einem Zwischentrockner. Als Autodidakten brachten sie sich damit das Handwerk des Textildrucks selber bei. Dazu bauten sie einen Belichtungstisch, der die Werkstatt abrundete. "Wir haben viel ausprobiert", erzählt Rippberger. "Nicht immer mit Erfolg, aber mit dem Glauben, dass sich die Mischung aus Qualität, Service, Geschwindigkeit und harter Arbeit irgendwann auszahlen würde."

Es dauerte keine zwei Wochen, bis Monkeydrive die ersten Europatourneen von Hardcore-und Punkbands aus den USA wie Coliseum, Akimbo, The Lords oder Biohazard betreute. Rippberger versuchte außerdem von Anfang an, die alten Kontakte aus seiner Zeit als Musiker der Band Coach zu kontaktieren und Akquise über MySpace zu betreiben. Die ersten Jahre von Monkeydrive waren für Rippberger und Bendel ein ständiger Lernprozess. Sie versuchten, das produzierte Merchandise kontinuierlich zu verbessern und alles über Siebdruck, Farben, Druckprozesse und Druckvorstufe zu lernen. 2007 konnten die beiden Inhaber und Gesellschafter den ersten gelernten Siebdrucker einstellen und 2010 zog das Team, das inzwischen sieben Mitarbeiter umfasste, in eine 500 Quadratmeter große Halle um. Zur gleichen Zeit wurde die Firma offiziell in die Monkeydrive Printing Factory GmbH umbenannt.

Von Punk bis zu Eintracht Frankfurt

Seitdem wuchs das Unternehmen ständig und man betrieb weiterhin Akquisearbeit. Monkeydrive gewann Partner wie TMR Merchandise, Warner Music, Krasser Stoff, Beatstuff, Merchcowboy oder Cotton Control und konnte Tourneen von Künstlern wie Herbert Grönemeyer, Beatsteaks, Udo Lindenberg, Casper oder Arcade Fire betreuen. Auch Kraftklub, Gossip oder der Wu-Tang Clan gehören zum Repertoire. Im Sport- und Fashionbereich kamen zudem Kunden wie Eintracht Frankfurt, Reebok oder Adidas hinzu. 2015 zog das Unternehmen erneut um. Inzwischen besitzt die Monkeydrive Printing Factory im Frankfurter Osten eine Halle von 1100 Quadratmeter. Mit drei Halbautomaten, einem Handkarussell und diversen Transferpressen produzieren die Mitarbeiter hier Artikel aller Art.

17 Personen und drei Auszubildende bilden das Team des Betriebs, der vergangenes Jahr sein zehntes Firmenjubiläum feierte. "In den letzten Jahren konnten wir uns klar im Musikmerchandisemarkt als Druckerei positionieren", erläutert Sascha Rippberger. "Dabei ist es uns egal, ob es der T-Shirt-Druck für den regionalen Kunden oder die Produktion des kompletten Merchandisesortiments namhafter Künstler ist - bei Qualität und Service gibt es keine Unterschiede."