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US-Charts: Drake noch immer Tabellenführer

In den US-Longplay-Charts hält Drakes Dominanz mit dem Album "Views" nun schon neun Wochen an. Nur zwei andere HipHop-Alben hielten sich noch länger an der Spitze der Billboard 200. Die weiteren Podestplätze sichern sich Beyoncé und The Avett Brothers.

04.07.2016 13:21 • von Frank Medwedeff

In den US-Longplay-Charts hält Drakes Dominanz mit dem Album Views" nun schon neun Wochen an. Damit steht "Views" in der ewigen Bestenliste der HipHop-Alben mit den meisten Wochen auf eins laut "Billboard" nun an dritter Stelle nach MC Hammers "Please Hammer Don't Hurt 'em" (21 Wochen auf der Pole Position anno 1990) und "To The Extreme" von Vanilla Ice (16 Wochen in Führung 1990 und 1991).

Genreübergreifend gab es in den letzten zehn Jahren nur fünf Longplayer, die noch mehr Wochen auf dem US-Chartsgipfel zu Buche stehen haben: Adeles 21" mit insgesamt 24 Wochen in Führung 2011 und 2012, der Soundtrack zu Frozen" ("Die Eiskönigin - Völlig unverfroren") mit 13 Wochen 2014, Taylor Swifts Alben Fearless" (elf Wochen 2008 und 2009) und 1989" (ebenfalls elf Wochen 2014 und 2015) sowie 25" von Adele (zehn Wochen 2015 und 2016).

In der aktuellen Erhebungswoche (bis einschließlich 30. Juni) registrierte Nielsen Music für "Views" 111.000 Charts-Einheiten, wobei die eingeflossenen Streamings von Stücken des Albums mit 67.000 Units erneut die Mehrzahl ausmachten. Die Zahl der verkauften Alben betrug in der frisch ausgewerteten Woche lediglich 25.000.

Beyoncé klettert mit Lemonade" von drei auf zwei (48.000 Einheiten) und rangierte damit nach dem Chartseinzug vor zehn Wochen stets unter den ersten Vier. Den höchsten Neueinsteig legen The Avett Brothers hin, die ihr neues Werk True Sadness" ad hoc auf Rang drei platzieren anhand von 46.000 Charts-Units (davon 43.000 verkauften Alben) in der ersten Woche. Der bisher höchstnotierte Longplayer der Folkrock- und Americana-Band aus North Carolina war The Carpenter" auf Rang vier 2012.

Die Twenty One Pilots verbessern sich mit Blurryface" von acht auf vier (38.000 Einheiten). Rihanna geht mit Anti" (37.000) um zwei Positionen nach oben auf die Fünf. Das Album zum Broadway-Musical "Hamilton" sinkt indes von vier auf sechs (36.000 Einheiten), hält sich aber immerhin in der dritten Woche in den Top Ten. Es ist laut "Billboard" erst die dritte Ensemble-Einspielung eines Musicals, die im Lauf der letzen 50 Jahre in die Top Ten der US-Album-Charts gelangte nach "Hair" (28 Wochen unter den ersten Zehn, darunter 13 Wochen auf Platz eins) von 1969 sowie "The Book Of Mormon" (2011 zwei Wochen in den Top Ten).

Adele steigert sich mit ihrem erwähnten Albumrenner "25" von zwölf auf sieben, nachdem das Werk jetzt auch komplett über die relevanten Streamingdienste verfügbar ist. Von den 33.000 Einheiten in der analysierten Woche stammen rund 10.000 aus Track-Streams. Dies ist ein Zuwachs von 82 Prozent zur Vorwoche, als noch lediglich die drei Singles Hello", When We Were Young" und Send My Love (To Your New Lover)" über die gängigen Streaminganbieter abrufbar waren.

Von 16 auf acht steigt allein über Downloads und Streamings einzelner Tracks von Acts wie Kent Jones und DJ Khaled die weder physisch noch digital als Ganzes zu kaufende Kopplung "Epic AF" (28.000).

Die Red Hot Chili Peppers fallen mit The Getaway" von zwei auf neun zurück (28.000), während Meghan Trainors Thank You" (27.000) an zehnter Stelle verharrt.

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