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GEMA baut Diskotheken-Monitoring aus

Ab dem 1. Juli 2016 will die GEMA zusammen mit dem französischen Monitoringspezialisten YACAST die Auswertung der in Clubs und Diskotheken gespielten Tracks weiter ausbauen.

21.06.2016 13:35 • von Jonas Kiß
Will den Datenbestand an Tracks der GEMA-Mitglieder bei YACAST aufstocken: Jürgen Brandhorst (Bild: BDMV)

Ab dem 1. Juli 2016 will die GEMA zusammen mit dem französischen Monitoringspezialisten YACAST die Auswertung der in Clubs und Diskotheken gespielten Tracks weiter ausbauen. Einen Teil der dazu nötigen Arbeit können die Mitglieder der Verwertungsgesellschaft selbst leisten:

Musikurheber sollen nämlich künftig ihre Werke kostenfrei und direkt in das Monitoringsystem YACAST einpflegen können. Dadurch sei es möglich, Tantiemen noch genauer an die Mitglieder auszahlen zu können, da durch den Upload ein breiteres Repertoire zum Abgleich der Nutzungsmeldungen in den Clubs zur Verfügung stehe, heißt es bei der GEMA.

"Musikautoren können künftig ihre Audiofiles direkt hochladen und so den Fingerprinting-Katalog von YACAST wachsen lassen", sagt Jürgen Brandhorst, zuständiger Direktor für die Verteilung der Aufführungs- und Senderechte bei der GEMA: "Das ist eine wichtige neue Maßnahme für unsere Mitglieder, die in Clubs und Diskotheken arbeiten, denn sie vereinfacht das Erkennen von Musikwerken und gewährleistet eine noch genauere Verteilung der Tantiemen."

, nachdem DJs und Produzenten immer wieder kritisiert hatten, dass die bisherigen Analyse-Werkzeuge der GEMA nicht die tatsächliche Musikauswahl in den Clubs und Diskotheken abbilden würden. In der YACAST-Datenbank befinden sich Millionen von Musikwerken als akustische Fingerabdrücke. Wenn die Werke im Club gespielt werden, identifiziert eine Monitoringbox das Audiosignal und übermittelt so die Daten an YACAST. Sollte ein Track nicht durch diesen Fingerprinting-Algorhythmus erkannt werden, finde laut GEMA eine manuelle Identifikation von Musikspezialisten in Paris statt.