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Sony Music legt im Geschäftsjahr operativ kräftig zu

Sony Music schloss das jüngste Fiskaljahr mit prozentual hohen Zuwächsen bei Umsätzen und Ergebnis ab. Unter anderem trugen Erfolge mit Adele und David Bowie zu der Entwicklung bei. Für das neue Geschäftsjahr hängt der Sony-Konzern die Erwartungen deshalb etwas tiefer.

28.04.2016 14:41 • von
Beeindruckende Zuwächse, etwas schmalere Aussichten: Der Sony-Konzern rechnet für das neue Geschäftsjahr offenbar nicht damit, dass Sony Music an die von Bestsellern wie Adele, David Bowie oder One Direction angeschobene Bilanz des jüngsten Fiskaljahres herankommt (Bild: sony.net, Screenshot aus einer Konzernpräsentation)

Sony Music schloss das jüngste Fiskaljahr mit einem hohen Plus beim Umsatz und beim operativen Ergebnis ab. Das gab der Sony-Konzern bei der Vorlage der Jahresbilanz am 28. April 2016 in Tokio bekannt.

Demnach wuchsen die Umsätze von Sony Music in den zwölf Monaten von Anfang April 2015 bis Ende März 2016 von 559,2 Milliarden Yen im vorherigen Geschäftsjahr um 10,4 Prozent auf nunmehr 617,6 Milliarden Yen. Das operative Ergebnis lag bei nunmehr 87,3 Milliarden Yen gar um gut 44 Prozent über dem Vorjahreswert von 60,6 Milliarden Yen.

Auf Dollar-Basis fielen die Zuwächse für die zwölf Monate des abgelaufenen Fiskaljahres sogar noch höher aus als auf Yen-Basis:

Bereinigt um Währungseffekte und umgerechnet auf Dollar steigerte die Musiksparte, die ihren Hauptsitz statt in Tokio in den USA hat, ihre Umsätze 4,538 Milliarden Dollar um gut 20 Prozent auf 5,466 Milliarden Dollar. Die operativen Erträge sprangen von 491 Millionen Dollar um mehr als 57 Prozent auf nunmehr 773 Millionen Dollar.

Im Geschäft mit Recorded Music seien "signifikante Zuwächse" im Streamingbereich allerdings teils von weltweit rückläufigen Einnahmen aus dem Verkauf von Tonträgern oder Downloads aufgezehrt worden, heißt es in der Sony-Bilanz. Zur Entwicklung im Musikverlagsgeschäft, wo Sony die Übernahme der bisherigen Anteile der Erben von Michael Jackson an Sony/ATV anstrebt, äußert sich der Konzern hier nicht.

Unter anderem trugen Erfolge mit dem Jahresweltbestseller "25" von Adele - hier fungiert Sony Music im weltgrößten Musikmarkt USA als Vertriebspartner und hatte schon - und dem Anfang 2016 verstorbenen Weltstar David Bowie zu der Entwicklung bei. Neben 25" und Bowies Blackstar" verweist der Sony-Konzern in seiner Bilanz aber auch auf Erfolgstitel wie Made in The A von One Direction und Title" von Meghan Trainor.

Angesichts dieser Verkaufsschlager hängt man bei Sony die Erwartungen an die Musiktochter für das neue Geschäftsjahr lieber etwas tiefer, plant bei den Umsätzen auf Yen-Basis einen Abschlag von elf Prozent ein und rechnet mit operativen Erträgen knapp über dem Wert des vorherigen Fiskaljahres.