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Boxar kombiniert und bündelt Social-Media-Kanäle

Das Start-up Boxar will die Nutzung von Social Media "revolutionieren". So sollen Musikfans die Streams ihrer Lieblingsmusiker oder -genres auf einer Microsite zusammenfassen können, aber auch für Musiker, Bands und Veranstalter bietet Boxar Möglichkeiten zur Bündelung ihrer Social-Media-Kanäle.

07.08.2015 12:10 • von Frank Medwedeff
Verfolgen anspruchsvolle Ziele (von links): die Boxar-Gründer Nicolas Röhrs (Geschäftsführer, Marketing & Sales), Gerhard Kühne (Design & Konzeption), Manolis Pahlke (Frontend) und Benjamin Müller (Backend) (Bild: Boxar)

Boxar ist ein neues Start-up aus Hamburg zur Bündelung von Social-Media-Kanälen und bietet gerade im Musikbereich vielfältige Möglichkeiten für die User. Der Onlinedienst, seit Ende 2014 als Open-Beta-Version verfügbar, ist beispielsweise in der Lage, die unterschiedlichen Social-Media-Streams von Musikern auf einer Microsite zusammenzufassen, hier "Match" genannt. Das funktioniere indes nicht nur mit einzelnen Musikern oder Bands, sondern beispielsweise auch zu ganzen Genres. So können Musikfans sich laut den Boxar-Gründern Matches mit allen interessanten Social Media Streams zu Grunge, Heavy Metal, Folk oder Country zusammenstellen.

Denkbar sei indes auch, dass Festivalanbieter oder Konzertveranstalter solche Matches erstellen, um auftretende Bands in einem Festival-Match zusammenfassen und diesen dann beispielsweise in die Festival-Homepage einzubinden und so den Besuchern zur Verfügung zu stellen.

Auch für Musiker und Bands sei das Modell interessant, da sie in Boxar ihre eigenen Streams bündeln und so ihren Fans anbieten können. "So haben Follower immer alle Streams im Blick, und es müssen nicht mehr einzelne Kanäle abonniert werden", heißt es aus Hamburg.

Boxar eigne sich zudem auch für Redaktionen, die ihren Onlinelesern die gebündelten Social-Media-Kanale zu Bands zur Verfügung stellen wollen, etwa im Rahmen von CD-Besprechungen oder allgemeiner Berichterstattung.

Boxar bündelt derzeit Twitter, Facebook, Flickr, Vimeo, Youtube, Soundcloud, Github und Instagram und ist für alle Anwender kostenlos.Das Geschäftsmodell soll sich in Zukunft durch die Schaltung von Sponsor-Posts finanzieren.

Zu den ersten Nutzern von Boxar gehört der Schlagzeuger Benny Greb mit seiner Band Moving Parts. Er hatte mit der Aussage "Es müsste so einfach sein, seine ganze Kommunikation auf einer Plattform zu haben" Gerhard Kühne, Manolis Pahlke, Benjamin Müller und Nicolas Röhrs von Pushar auf den Plan gerufen. Die vier Freunde aus Hamburg und Berlin entwickelten daraufhin Boxar innerhalb von einem Jahr und wollen damit die Nutzung von Social Media "revolutionieren". Für die Moving Parts soll Boxar die Launching-Platfform werden, um ihr kommendes Album "in aller Welt vorzustellen und anzuwerben."

Das Boxar-Gründerquartett führe zudem Gespräche "mit zahlreichen Labels, TV-Produktionen und größeren Unternehmen, die Interesse daran haben, Boxar für sich, ihre Künstler und ihre Produkte zu nutzen". Man sei zudem in Kontakt und Verhandlungen mit Investoren, um das Geschäftsmodell "schnellstmöglich in der ganzen Welt bekannt zu machen". So sei der Launch in den USA "zeitnah geplant", da das Boxar-Team dort ein großes Potenzial sieht, um "User zu finden und möglichst schnell zu wachsen".