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US-Charts: Muse erstmals auf der Eins

Die britische Band Muse belegt mit ihrem siebten Studioalbum, "Drones", erstmals Rang eins in den US-Charts. Der zweithöchste Neuzugang stammt von Of Monsters And Men.

18.06.2015 14:46 • von Dietmar Schwenger
Steigen mit "Drones" auf Platz eins in den USA ein: Muse (Bild: Danny Clinch)

Die britische Band Muse belegt mit ihrem siebten Studioalbum, Drones", erstmals Rang eins in den US-Charts. Damit haben es Muse nun doch noch ganz oben geschafft, nachdem das Vorgängeralbum, The 2nd Law", 2012 auf Platz zwei stehengeblieben war. Insgesamt musste die 1994 gegründete Band damit rund 20 Jahre auf ihr erstes Nummer-eins-Album im US-Markt warten. Noch länger wartet indes James Taylor, dessen Debütalbum 1968 erschien und dessen aktuelles Werk, Before This World", sich anschickt, in der nächsten Woche auf Platz eins einzusteigen.

In der jüngsten Erhebungswoche, die am 14. Juni endete, verkauften Muse insgesamt 84.000 Albumeinheiten von "Drones", darunter sind 79.000 traditionell abgesetzte Kopien. Bei James Taylor rechnen Brancheninsider mit 75.000 Einheiten.

1989" von Taylor Swift bleibt unverändert auf Position zwei mit 64.000 verkauften Exemplaren (minus zwei Prozent). Der zweithöchste Neuzugang stammt von Of Monsters And Men. Ihr neues Album, Beneath The Skin" verkaufte 61.000 Einheiten, davon 57.000 reine Albumverkäufe. Für die Isländer ist dies die bislang höchste Chartsplatzierung in den USA: 2012 erreichte My Head Is An Animal" nur Rang sechs.

Der Spitzenreiter der Vorwoche, How Big How Blue How Beautiful" von Florence + The Machine, rutscht mit 37.000 Einheiten (minus 73 Prozent) auf die Vier. Wie in den Offiziellen Deutschen Charts steigen die Rolling Stones mit der neuen Version ihres Albums Sticky Fingers" auf fünf ein. Dafür brauchten sie in den Staaten 36.000 Einheiten (34.000 traditionelle Albumverkäufe).

Anders als in Deutschland, wo alle Verkaufszahlen des in verschiedenen Formaten wiederveröffentlichten Albums kumuliert werden, zählten die US-Chartsermittler von Nielsen SoundScan die Absätze der sogenannten Super Deluxe Edition von "Sticky Fingers" separat - was zu einem Einstieg auf Platz 65 mit 9000 verkauften Exemplaren führte.

x" von Ed Sheeran fällt von fünf auf sechs (34.000, minus sieben Prozent), dafür verbessert sich Montevallo" von Sam Hunt von 13 auf sieben (31.000, plus elf Prozent) . Das dürfte an seinem Auftritt bei den CMT Awards gelegen haben, wo er den Preis in der Kategorie "Breakthrough Video Of The Year" gewann.

Von drei auf acht geht es abwärts für Asap Rocky und seinen Longplayer At (29.000, minus 42 Prozent). Für "V" von Maroon 5 bringt die neue Chartswoche eine Verbesserung von zehn auf neun (29.000, minus drei Prozent). Zwei Zähler abgeben muss Meghan Trainor: Ihr Title" ist nun das Schlusslicht der Top 10 (27.000 Einheiten, minus zehn Prozent).

In den Digital Songs Charts sind die ersten drei Plätze unverändert: Bad Blood" von Taylor Swift feat. Kendrick Lamar führt die Auswertung an, gefolgt von See You Again" von Wiz Khalifa feat. Charlie Puth und Shut Up And Dance" von Walk The Moon. Auch "Honey, I'm Good" von Andy Grammer verteidigt Rang vier, während Cheerleader" von Omi von acht auf fünf aufsteigt.