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US-Charts: Alabama Shakes auf der Pole

In den US-Longplay-Charts schnellen die Alabama Shakes mit ihrem zweiten Album "Sound & Color" von null auf eins. Direkt aufs Treppchen schafft es auch der Rapper Yelawolf mit "Love Story".

30.04.2015 14:43 • von Frank Medwedeff
An der Spitze der Billboard 200: Alabama Shakes (Bild: Beggars Group)

In den US-Longplay-Charts schnellen die Alabama Shakes mit ihrem zweiten Album Sound & Color" von null auf eins. Nielsen Music registrierte 97.000 Charts-Einheiten in der aktuellen Erhebungswoche, davon 91.000 verkaufte Exemplare des Albums. Den Rest machen eingerechnete Downloads und Streams von Songs des Longplayers aus. Die Southern-Rock-Band um Sängerin Brittany Howard hatte 2012 mit ihrem Debüt-Longplayer, Boys & Girls", Platz sechs der Billboard 200 erreicht und verkaufte davon bis heute 744.000 Exemplare in den USA.

Mit "Sound & Color" verbucht die Indie-Plattenfirma ATO Records die zweite Nummer eins ihrer Firmengeschichte in den US-Longplay-Charts nach In Rainbows" von Radiohead im Januar 2008. Und das Album der Alabama Shakes ist hier zudem nach fast genau einem halben Jahr der erste von einem Independent vertriebene Spitzenreiter - seit Old Boots, New Dirt" von Countrysänger Jason Aldean Ende Oktober 2014.

Der Soundtrack zu Furious 7" bleibt in dieser Woche an zweiter Stelle stehen angesichts von diesmal 63.000 erreichten "Equivalent Album Units". Mittels 59.000 Einheiten (davon 51.000 verkauften Alben) bringt es der Rapper Yelawolf mit Love Story" als zweithöchster Neuzugang direkt auf Treppchenplatz drei. 41.000 Startwochenverkäufe seines letzten Albums Radioactive" hatten 2011 lediglich für Platz 27 gereicht.

Drake klettert mit If You're Reading This It's Too Late" (48.000 Einheiten) von zehn auf vier, nachdem das bis dahin nur digital vertriebene Werk am 21. April als CD mit zwei Bonustracks auf den US-Markt kam. Die Verkaufszahl des Albums in den Vereinigten Staaten erhöhte sich dadurch von 12.000 in der Vorwoche um 124 Prozent auf 28.000.

Der Soundtrack zu Fifty Shades Of Grey" klettert von sechs auf fünf (39.000 Units), Ebenfalls jeweils um eine Stelle aufwärts steigen Taylor Swift mit 1989" (von sieben auf sechs; 36.000 Einheiten), Sam Smiths In The Lonely Hour" (von acht auf sieben; ebenfalls 36.000) sowie Ed Sheeran undx" (von neun auf acht; 32.000).

Auch auf rund 32.000 Units kommt Sam Hunt und verbessert sich dadurch mit seinem Album Montevallo" von 13 auf neun. Er profitiert von einem Live-Auftritt bei der Verleihung der von CBS im Fernsehen übertragenen Academy of Country Music Awards am 19. April. Meghan Trainor steigert sich mit Title" (31.000 Einheiten) von zwölf auf zehn.

Der kanadische Jungstar Shawn Mendes, letzte Woche noch strahlender Tabellenführer mit seinem Album Handwritten", muss sich in der zweiten Woche in den US-Charts mit Platz 17 zufrieden geben (20.000 Einheiten).

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