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Zehn Jahre IHM: Egbert Rühl gratuliert

Die IHM (Interessengemeinschaft Hamburger Musikwirtschaft) vertritt gut 100 Musikunternehmen mit mehr als 1500 fest angestellten Mitarbeitern. Sie wurde im März 2004 als Netzwerk der Musikwirtschaft in Hamburg gegründet, konnte also 2014 ihr zehnjähriges Bestehen feiern. Aus diesem Anlass würdigen Branchenpersönlichkeiten die Arbeit der IHM.

05.01.2015 11:29 • von Manfred Gillig

Die IHM (Interessengemeinschaft Hamburger Musikwirtschaft) vertritt gut 100 Musikunternehmen mit mehr als 1500 fest angestellten Mitarbeitern. Sie wurde im März 2004 als Netzwerk der Musikwirtschaft in Hamburg gegründet, konnte also 2014 ihr zehnjähriges Bestehen feiern. Aus diesem Anlass würdigen Branchenpersönlichkeiten die Arbeit der IHM.

Egbert Rühl, Geschäftsführer Hamburg Kreativ Gesellschaft:

So schnell wie die Interessengemeinschaft Hamburger Musikwirtschaft (IHM) war keiner. Kaum war bekannt, dass ich die ­Leitung der neu gegründeten Hamburg Kreativ ­Gesellschaft übernehmen sollte, und lange bevor ich offiziell ernannt wurde, hatte ich eine Ein­ladung zu einem ersten Treffen in der Tasche. Mandalay, Neuer Pferdemarkt 13. Hamburger wissen, dass der Neue Pferdemarkt sich durch eine höchst unlogische Nummerierung auszeichnet, Haus Nummer 6 und Haus Nummer 13 liegen mit einem Abstand von 500 Metern diagonal gegenüber an einem größeren Platz, der vielleicht "Beim Grünen Jäger" heißt, vielleicht auch gar nicht. Und selbst der Polizist auf dem tief verschneiten Platz kannte die Adresse nicht. Keine guten Vorzeichen, dachte ich.

Dieses erste Treffen, das so mit erheblicher Verspätung begann, verlief allerdings sehr erfreulich. Denen, die neu und mit einer völlig neuen Aufgabe in die Stadt kommen, begegnen die Alteingesessenen gerne ablehnend oder zumindest abwartend. Die IHM war vom ersten Moment an offen, kooperationswillig und auf der Suche nach neuen Bündnispartnern. Aus meiner Sicht so vorbildlich, wie die IHM insgesamt vorbildlich ist: auf die Krise der digitalen Transformation nicht mit verstärktem Konkurrenzkampf zu reagieren, sondern mit gemeinsamem Auftritt, gemeinsamen Positionen, abgestimmten Forderungen.

So schwer es im ­Inneren sein mag, die unterschiedlichen Positionen des Musikmarkts unter einen Hut zu bekommen, so lohnenswert ist es allemal. Dass Musikwirtschaft in Hamburg wieder ein bedeutendes Thema ist, ist nicht zuletzt das Verdienst der IHM. Unsere Aufgabe macht das sehr viel einfacher, haben wir doch einen relevanten und kompetenten Ansprechpartner für diese Branche. Ich würde mir sehr wünschen, andere Kreativbranchen in Hamburg würden dem Beispiel der IHM folgen und eine starke Hamburger Interessenvertretung schaffen. Das könnte eine weitere Grundlage sein, der Kreativwirtschaft in dieser Stadt die Geltung zu verschaffen, die sie wirtschaftlich schon lange hat.