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US-Charts: J. Cole entthront Taylor Swift

In den US-Longplay-Charts springt J. Cole mit "Forest Hills Drive" von null auf eins. Der Rapper verdrängt Taylor Swift von der Pole Position und landet hier seinen dritten Spitzenreiter in Folge.

18.12.2014 14:01 • von Frank Medwedeff
Auf Platz eins der US-Album-Charts abonniert: J. Cole (Bild: Sony Music)

In den US-Longplay-Charts springt J. Cole mit seinem dritten Studioalbum Forest Hills Drive" von null auf eins. Nielsen SoundScan registrierte 375.000 chartsrelevante Einheiten (inklusive der eingerechneten Track-Downloads und On-Demand-Streamings von Stücken des Albums). Den Löwenanteil machen indes 354.000 verkaufte Alben in der Startwoche aus. Höhere Wochenverkaufswerte hatten 2014 nur Taylor Swift in den ersten beiden Wochen nach Veröffentlichung von 1989" (1,29 Millionen beziehungsweise 402.000) sowie jeweils in der Startwoche One Direction mit "Four" (387.000) und Coldplay mit ihren Ghost Stories" (383.000). "Forest Hills Drive" ist zudem das binnen einer Woche bestverkaufte HipHop-Album in den USA, seit Eminem mit seiner The Marshall Mathers LP 2" in der am 10. November 2013 beendeten Woche auf 792.000 zahlende Abnehmer kam.

J. Cole hatte zuvor auch mit seinen ersten beiden Alben jeweils die Pole Position der Billboard 200 erobert: 2011 mit dem Debüt Cole World - The Sideline Story" und 2013 mit Born Sinner". Er verdrängt Taylor Swifts "1989" nach fünfwöchiger Tabellenführung auf den zweiten Platz mit diesmal 324.000 Charts-Einheiten (darunter 278.000 reine Albumverkäufe). Auch eine Stelle nach unten bewegt sich die A-Cappella-Formation Pentatonix mit That's Christmas To Me" (218.000 Einheiten, darunter 207.000 Albumverkäufe).

Carrie Underwood entert die Hitliste mit ihrem Sampler Greatest Hits - Decade 1" (103.000 Einheiten; 94.000 verkaufte Alben) auf Rang vier. Für die einstige "American Idol"-Gewinnerin ist dies ihr fünftes Album nacheinander in den Top Five nach Platz zwei mit ihrem Debüt Some Hearts" (2005) und ihren drei Spitzenreitern Carnival Ride" (2007), Play On" (2009) und Blown Away" (2012).

AC/DC rutschen mit Rock Or Bust" zwei Stellen abwärts auf die Fünf (94.000 Einheiten). Als Neueinsteigerin auf Platz sechs schaffte es die Sängerin K. Michelle mittels 88.000 chartsrelevanten Einheiten (davon 84.000 Albumverkäufen) ihres Longplayers "Anybody Wanna Buy A Heart?". Um zwei Plätze auf sieben verschlechtern sich One Direction mit Four" (82.000 Einheiten; darunter 72.000 verkaufte Alben).

Sam Smith verliert mit In The Lonely Hour" anhand von 81.000 Einheiten (72.000 Albumverkäufe) vier Plätze und ist jetzt Achter. Der englische Soulsänger hat indes mittlerweile laut Nielsen SoundScan über eine Million Kopien seines Longplay-Erstlings in den USA abgesetzt. "In The Lonely Hour" ist somit das erfolgreichste Debütalbum 2014 in den Vereinigten Staaten und steht in der Rangliste der meistverkauften Alben des Jahres überhaupt auf Rang drei hinter dem Frozen"-Soundtrack (3,4 Millionen) und Taylor Swifts "1989" (drei Millionen).

Ed Sheeran steigert sich nach einem Auftritt in der "Victoria's Secret Fashion Show" bei Fernsehsender CBS mit seinem Longplayer x" von elf auf neun. Er profitiert dabei von der neuen Erhebungsmethode der Charts: 36.000 verkaufte Alben bedeuten in den parallel erhobenen Album Sales Charts lediglich Rang 18. Doch 22.000 Einheiten aus Digitaltrack-Absätzen und 7000 Einheiten aus Streamings von Tracks des Albums bringen den Engländer auf 65.000 Einheiten und damit zurück in die Top Ten der Billboard 200.

Von acht auf zehn fällt Countrystar Garth Brooks mit Man Against Machine" zurück. Seine 62.000 Einheiten resultieren zu 100 Prozent aus Albumverkäufen, da das Werk nicht bei Streamingdiensten erhältlich ist, und auch einzelne Tracks daraus nicht als Downloads zu haben sind.

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