chartwoche.de

Charts KW 50: Herbert Grönemeyer unaufhaltsam

Erwartungsgemäß setzt sich Herbert Grönemeyer mit "Dauernd jetzt" sofort an die Spitze der MusikWoche Top 100 Longplay. Auch David Guetta springt aufs Podest. Bei den Singles geht die deutsche Version von "Do They Know It's Christmas?" in Führung. "Bravo - The Hits 2014" bleibt vorn bei den Compilations.

02.12.2014 06:58 • von Frank Medwedeff
Natürlich wieder die Nummer eins: Herbert Grönemeyer (Bild: Ali Kepenek)

Erwartungsgemäß setzt sich Herbert Grönemeyer mit Dauernd jetzt" sofort an die Spitze der MusikWoche Top 100 Longplay. Beginnend mit 4630 Bochum" anno 1984 hat er alle seine zehn Studioalben seither auf Platz eins gebracht - und triumphierte auch zwischendurch 2003 mit der Doppel-DVD Mensch Live" sowie 2008 mit dem Sampler Was muss muss - Best Of".

Pink Floyd verbessern sich mit The Endless River" wieder um einen Platz auf zwei. Zweithöchster Neueinsteiger ist der französische Star-DJ und Produzent David Guetta mit Listen" auf dem dritten Rang.

Zwei frühere Nummer-eins-Alben rücken vor: Sunrise Avenue steigern sich mit ihrer Retrospektive Fairytales - Best Of 2006 - 2014" von 15 auf vier, und Helene Fischers Farbenspiel" steht auf der Fünf um drei Positionen besser als in der vergangenen Woche da.

Dritthöchster Neuzugang der Woche ist auf Rang acht Shady XV", die neue Kopplung von Eminems eigenem HipHop-Label Label Shady Records. Das Doppelalbum verbindet einen Longplayer mit zuvor unveröffentlichten Aufnahmen von Shady-Künstlern mit einer Best-Of-Zusammenstellung der 15-jährigen Labelgeschichte. Eminem mischt natürlich dabei selber kräftig mit eigenen Songs und als Kollaborationspartner mit. Zudem sind unter anderen Slaughterhouse, D12, Yelawolf, 50 Cent und Obie Trice zu hören.

Der Berliner Rapper Silla kommt mittels Audio Anabolika" aus dem Stand auf Rang zwölf. Bryan Ferry, der gerade seine Deutschlandtour wegen einer Kehlkopfentzündung absagen und aufs kommende Jahr verschieben musste, hält mit seinem neuen Album Avonmore" auf Rang 23 Einzug in die deutsche Hitliste. Noch zwei erstmals gelistete Alben tauchen aktuell in der oberen Hälfte des Charts-Tableaus auf: Where Greater Men Have Fallen" von der irischen Pagan-Metal-Combo Primordial auf Rang 34 und an 38. Stelle Never Been Better", die neue Nummer eins aus den UK-Charts von Olly Murs.

Von null auf eins in den MusikWoche Top 100 Singles geht die deutsche Version von Do They Know It's Christmas?" von Band Aid 30 unter Federführung von Campino. Neben ihm und seinen Toten Hosen wirkten unter anderen Marteria, Thees Uhlmann, Udo Lindenberg, Wolfgang Niedecken, Peter Maffay, Gentleman, Cro, Max Herre, Max Raabe, Adel Tawil, Ina Müller, Anna Loos, Jan Josef Liefers und Michi Beck von den Fantastischen Vier bei der Aufnahme mit. Die soll - wie die englische 2014er Fassung, die aktuell von zwei auf drei zurückfällt - möglichst viel Geld zur Unterstützung der Menschen in Westafrika beim Kampf gegen die Ebola-Epidemie einspielen.

Zwischen den beiden Versionen des neu interpretierten Benefiz-Klassikers rangiert die bisherige Nummer eins, Dangerous" von David Guetta feat. Sam Martin. Eine weitere Guetta-Single ist Neuzugang auf Rang 28: Hey Mama" mit Rapperin Nicki Minaj als Gaststar.

Höher steigen indes noch zwei andere Titel ein: The Hanging Tree" von James Newton Howard feat. Jennifer Lawrence aus dem Kino-Film The Hunger Games: Mockingjay Part 1" (deutscher Titel: "Die Tribute von Panem: Mockingjay Teil 1") auf Rang sieben sowie Nothing Is Over" von Sunrise Avenue auf 16.

Der Jahresrückblick Bravo - The Hits 2014" ist nach wie vor der Krösus in den MusikWoche Top 30 Compilations. Auch die Bravo Hits 87" und die RTL Hits 2014" behalten hier ihre Ränge zwei und drei.

Future Trance 70" ist auf Rang fünf höchster Neueinsteiger. Und drei weitere Kopplungen landen direkt auf den Rängen acht bis zehn in der Reihenfolge Kontor - Festival Sounds 2015" vor Club Sounds - Best Of 2014" und der Kinder-Compilation Toggo Music 38".