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US-Charts: Taylor Swift belebt das Geschäft

In den US-Longplay-Charts katapultiert sich Taylor Swift von null auf eins und zeichnet mit 1,287 Millionen abgesetzten Kopien von "1989" für 22 Prozent des kompletten Longplay-Verkaufs der Erhebungswoche in den USA verantwortlich. Swift triumphiert darüber hinaus auch in den Digital Songs Charts.

06.11.2014 15:14 • von Frank Medwedeff
Setzt Maßstäbe mit ihrem neuen Millionseller: Taylor Swift (Bild: Universal Music)

Taylor Swift schießt mit 1989" in den US-Longplay-Charts von null auf eins. Nielsen SoundScan zählte 1,287 Millionen verkaufte Kopien in der aktuellen Erhebungswoche. Damit pulverisiert Swift die bisherige diesjährige Bestmarke von Coldplay mit 745.000 abgesetzten Einheiten von Ghost Stories" in der Startwoche und sorgt für den höchsten Wochenwert aller Alben, seit Eminem mit "The Eminem Show" anno 2002 auf 1,322 Millionen kam.

Die Verkäufe von "1989" machen laut "Billboard" in der ausgewerteten Woche 22 Prozent des gesamten US-Longplay-Geschäfts aus. Demnach erwarben mehr Kunden Swifts neues Album als die auf den Rängen zwei bis 107 der US-Hitliste liegenden Longplayer zusammen. Nicht eingerechnet sind dabei kurzfristig über die Microsoft-App Music Deals für 99 US-Cent veräußerte Kopien von "1989", da laut Charts-Reglement in den ersten vier Wochen nach Veröffentlichung im Longplay-Bereich ein Mindestpreis von 3,49 Dollar Voraussetzung ist, um für die Charts zu zählen.

Taylor Swift hat jetzt vier Nummer-eins-Alben in den USA auf dem Konto, nachdem sie schon mit Fearless" (2008), Speak Now" (2010) und Red" (2012) ganz oben stand.

Hinter der überlegenen Siegerin finden sich weitere Neueinsteiger ein: So kommt die Hitkopplung "Now 52" anhand von 103.000 zahlenden Kunden auf Rang zwei vor Country-Sänger Sam Hunt und dessen Debütalbum, "Montevallo" (70.000). Auf der Vier debütiert das neue Werk von Barry Manilow, My Dream Duets" (51.000 Wochenverkäufe). Die Technik macht es möglich, dass Manilow hierauf gemeinsam mit lauter verstorbenen Stars zu hören ist, darunter mit Louis Armstrong, Sammy Davis Jr, Judy Garland, Marilyn Monroe, Dusty Springfield oder Whitney Houston.

Jason Aldean klettert mit "Old Boots, New Dirt" (43.000) von sechs auf fünf und vollzieht damit einen Platztausch mit dem Duo Florida Georgia Line und dessen Album "Anything Goes" (38.000). Led Zeppelin kommen mit der Wiederauflage ihres Albumklassikers IV" dank 35.000 US-Kunden auf den siebten Rang. Ebenfalls rund 35.000 Kassenscans bringen Chris Tomlin, einen der erfolgreichsten Protagonisten der zeitgenössischen christlichen Musikszene der Vereinigten Staaten, mit "Love Ran Red" als Neuzugang auf die achte Position.

Slipknot fallen indes mit (34.000) von eins auf neun zurück. 30.000 abgesetzte Kopien bringen die Rockband Black Veil Brides mit ihrem gleichnamigen Album direkt auf Platz zehn.

Vor allem aufgrund des Ansturms auf Taylor Swifts Album steigt die Zahl der verkauften Longplayer in den USA gegenüber der Vorwoche um 30 Prozent auf 5,79 Millionen, auch gegenüber der entsprechenden Woche im Herbst 2013 ergibt sich ein deutliches Plus von 23 Prozent. Die kumulierte Gesamtzahl von 199,19 Millionen bislang 2014 abgesetzten Alben liegt aber 13 Prozent unter dem Stand von vor einem Jahr (228,65 Millionen).

Auch in den Digital Songs Charts springt Taylor Swift als Neueinsteigerin an die Spitze. Dazu genügen ihr 155.000 verkaufte Downloads von "Blank Space" - dem dritten Song von "1989" nach Shake It Off" und "Out Of The Woods", der diese Hitliste anführt. Swift löst Meghan Trainor ab, deren Renner All About That Bass" anhand von diesmal 133.000 registrierten Verkäufen in digitaler Form nun an zweiter Stelle steht. Maroon 5 halten ihren dritten Platz mit Animals" (110.000).

Taylor Swift platziert noch einen weiteren Song neu auf Rang acht: "Style" luden sich 74.000 US-Fans kostenpflichtig herunter.

Die aktuelle Wochenbilanz von 17,29 Millionen verkauften Downloadtracks in den USA weist einen ganz leichten Zuwachs gegenüber der Woche zuvor von unter einem Prozentpunkt aus, gegenüber der Vergleichswoche vor einem Jahr aber 15 Prozent minus. 935,37 Millionen abgesetzte digitale Songs im laufenden Jahr in den Vereinigten Staaten ergeben ein Defizit von 13 Prozent zum Wert zum gleichen Zeitpunkt 2013 (1,07 Milliarden).

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