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Entwicklung im Klassikmarkt: Mit oder gegen den Strom

Die Digitalisierung macht auch vor der Klassik nicht halt. Zwar haben physische Produkte noch immer den größten Umsatzanteil, doch bei rückläufigen Einnahmen müssen die Klassiklabels mit digitalen Angeboten gegensteuern. In der MusikWoche-Umfrage geht es um Strategien für die Zukunft.

23.10.2014 10:36 • von
- (Bild: mur162, Fotolia.com)

Die Digitalisierung macht auch vor dem Markt der klassischen Musik nicht halt. Zwar haben physische Produkte noch immer den bei weitem größten Umsatzanteil, doch seit Jahren gehen Umsatz und Absatz zurück. Die Klassiklabels müssen mit digitalen Angeboten - mit Streaming, Apps oder hochauflösenden Downloads - gegensteuern. In der MusikWoche-Umfrage geht es um ihre Strategien für die Zukunft.

Neue Strategien sind fällig. Denn "momentan sieht es am Klassikmarkt leider nicht so gut aus", wie Florian Drücke, Geschäftsführer des Bundesverbands Musikindustrie (BVMI), sagt. Obwohl die Klassiklabels 2013 mit 90 Millionen Euro Jahresumsatz ein leichtes Umsatzplus von 6,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr verzeichneten, erreichten sie damit schon nicht mehr den Umsatz von 2011, der bei 99 Millionen Euro lag. Für 2013 wies der Bundesverband in seinem Jahresbericht keinen eigenen Absatzanteil der Klassik aus, schrieb aber: "Im Klassiksegment ist die Differenz zwischen dem guten Umsatzplus und dem leichten Absatzminus auffällig, dies ist ein deutlicher Hinweis darauf, dass es vor allem hochwertige Sammlereditionen im oberen Preissegment sind, die hier das Umsatzwachstum gesteuert haben."

Alternativen bietet der digitale Markt, den zunehmend auch die Labels von klassischer Musik für sich entdecken. "Der Downloadanteil spielt insgesamt in Deutschland eine wichtige Rolle, auch wenn der Streaminganteil stark wächst", sagt Stephan Steigleder, Senior Director Digital Media, Deutsche Grammophon. Warum der Klassikmarktführer auf ein Dreisäulenmodell mit physischem Geschäft, À-la-carte-Downloads und Streaming baut, welches Potenzial René Zühlke, Digital Services Consultant bei Naxos Deutschland. den Streamingdiensten zutraut und welche Rolle die Klangqualität dabei spielt, welche Wünsche Promotionmanager Hasko Witte von Edel:Kultur an kostenpflichtige Abos und wie CLASS-Vorstand und MDG-Geschäftsführer Werner Dabringhaus zum digitalen Konsum von klassischer Musiksteht, lesen Abonnenten passend zum Echo Klassik in MusikWoche, Heft 44/2014, oder im livepaper.