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Lieberberg sucht neues Gelände für Rock am Ring

Die Marek Lieberberg Konzertagentur führt bereits Gespräche, um einen neuen Austragungsort für das traditionsreiche Festival Rock am Ring zu finden. Im Gespräch mit MusikWoche sagt Marek Lieberberg, dass es ein halbes Dutzend Optionen gebe. Fest steht auch, dass die anderen Lieberberg-Festivals vom Aus für den Nürburgring unberührt bleiben.

30.05.2014 16:11 • von Dietmar Schwenger

Die Marek Lieberberg Konzertagentur führt bereits Gespräche, um einen neuen Austragungsort für das traditionsreiche Festival Rock am Ring zu finden. Im Gespräch mit MusikWoche sagt Marek Lieberberg, dass es ein halbes Dutzend Optionen gebe. Fest steht auch, dass die anderen Lieberberg-Festivals vom Aus für den Nürburgring unberührt bleiben. Pläne, dass etwa Rock im Pott oder Rock'n' Heim in die Bresche springen könnten, kämen nicht in Frage, so Lieberberg weiter.

Mit dem Aus für den Nürburgring gehe eine Ära zu Ende, sagt Lieberberg. Das stimme ihn "traurig und wehmütig", aber nun gehe es voller Energie und mit Enthusiasmus darum, einen neues Gelände zu finden. "Denn bei aller Nostalgie für den Nürburgring war das immer ein schwieriges Gelände, das wegen der besonderen Herausforderungen Mehrkosten von zwei bis drei Millionen Euro verursacht hat."

Im Gespräch mit MusikWoche verriet er auch weitere Details, warum es zum Bruch mit den neuen Betreibern kam. Lieberberg legt Wert darauf, dass es der Autozulieferer Capricorn war, der den noch für zwei weitere Jahre gültigen Vertrag mit seiner Agentur gekündigt hätte. "Hybris, du hast einen neuen Namen: Capricorn", formuliert der Frankfurter Veranstalter. Wo Kolben statt Kultur das Denken bestimmen, lassen sich keine Gemeinsamkeiten mehr finden."

Nach der Kündigung hätte Lieberberg noch Gespräche mit den Betreibern geführt, ein letztes fand am Morgen des 30. Mai statt. Doch Capricorn hätte die Lage "explodieren lassen", sagt der Festivalveranstalter.

Darüber hinaus kritisiert Lieberberg in offenen Worten, dass die Verluste des Nürburgrings auf den Rücken der Steuerzahler abgewälzt worden seien, während die neuen Betreiber nun die Nutznießer der Lage seien und es auf Profitmaximierung abgesehen hätten. Sie wollten zudem auf dem Gelände ein eigenes Festival veranstalten.

"Sicher ist, dass Rock am Ring am ersten Juniwochenende 2015 stattfinden wird", bekräftigt Lieberberg. In den nächsten vier Wochen wolle er alle Optionen prüfen. "Es gibt in Deutschland viele gute Gelände und wir sind sehr froh, dass Gemeinden und Betreiber nun auf uns zukommen mit ihren Vorschlägen."