chartwoche.de

US-Charts: Compilation "Now 49" geht in Führung

In den US-Longplay-Charts springt die Kopplung "Now 49" direkt an die Spitze. Dies ist bereits die 17. Nummer eins für die Compilation-Serie. In den Digital Songs Charts bleibt Katy Perrys "Dark Horse" das Maß aller Dinge.

13.02.2014 14:09 • von Frank Medwedeff

In den US-Longplay-Charts springt "Now 49" direkt an die Spitze. Nielsen SoundScan registrierte in der aktuellen Erhebungswoche, die am 9. Februar zu Ende ging, 98.000 verkaufte Einheiten der Hit-Kopplung. Insgesamt ist dies schon die 17. Folge der 1999 gestarteten Compilation-Reihe (vollständiger Name: "Now That's What I Call Music!"), die es in den Billboard 200 ganz nach oben bringt. In der gesamten US-Charts-Historie standen ansonsten lediglich sieben anderen Compilations vorn. Letzter Spitzenreiter aus der "Now"-Serie vor der aktuellen Ausgabe war die 43. Folge Ende August 2012. Keine einzige reguläre "Now"-Folge verpasste die Top Ten. Und unter die ersten Zehn brachten es neben den 49 nummerierten Ausgaben auch noch fünf Extra-Folgen: "Now That's What I Call Christmas!" (Platz drei 2001), "Now Number 1's" (2006 auf Rang sechs), "Now That's What I Call Christmas! 3" (2006 auf zehn), "Now That's What I Call Country" (2008 auf sieben) sowie "Now That's What I Call Country Volume 2" (2009 auf zehn).

Der bisherige Tabellenführer der Billboard 200, der Soundtrack zu Frozen" ("Die Eiskönigin - Völlig unverfroren", belegt mit diesmal 88.000 Wochenverkäufen Rang zwei und steht mit insgesamt 952.000 abgesetzten Kopien in den USA unmittelbar vor dem Überschreiten der Millionengrenze.

Bruno Mars erhielt Auftrieb durch seinen Super-Bowl-Halbzeitauftritt und verbessert sich mit Unorthodox Jukebox" von sieben auf drei. Die Absatzzahl des Albums hat sich gegenüber der Vorwoche um 92 Prozent auf 81.000 erhöht. Auch sein Debütalbum Doo-Wops & Hooligans" legt aktuell um 58 Prozent auf 26.000 verkaufte Einheiten zu und klettert von 19 auf elf.

Den höchsten Neueinstieg der Woche landen auf Rang vier Toni Braxton und Babyface mit ihrem gemeinsamem Album "Love, Marriage & Divorce" anhand von 67.000 verkauften Exemplaren in der Startwoche. Braxton stand zuletzt mit ihrem Longplayer Libra" so weit oben, der 2005 ebenfalls Platz vier erreichte. Babyface verbucht eine persönliche Rekordmarke und übertrefft den sechsten Platz seines 1996er Albums "The Day".

Von null auf fünf stürmen die Broken Bells mit After The Disco" (44.000), und auf der Sechs debütiert Salute" von der britischen Girlgroup Little Mix (43.000).

Alle weiteren Top-Ten-Titel befinden sich in der Abwärtsbewegung: Beyoncé rutscht mit ihrem schlicht nach der Künstlerin benannten Album von fünf auf sieben (38.000), Lorde mit Pure Heroine" von drei auf acht (35.000), die Compilation 2014 Grammy Nominees" von zwei auf neun (35.000) sowie Katy Perry mit Prism" um eine Position auf die Zehn (27.000).

Einmal mehr ernüchternd fällt die Wochenbilanz für das Album-Geschäft aus: 4,5 Millionen abgesetzte Longplayer in der ausgewerteten Woche ergeben Rückstände von drei Prozent zur Vorwoche und gar von 22 Prozent zur Vergleichswoche im Februar 2013. 27,5 Millionen Alben erwarben die US-Bürger bis dato 2014 - 15 Prozent weniger als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres.

Katy Perry führt mit Dark Horse", ihrem Hit mit Juicy J, nach wie vor die Digital Songs Charts an. 291.000 verkaufte Downloads sind zwar 22 Prozent weniger als das von Perrys Grammy-Auftritt begünstigte Vorwochenresultat, reichen aber deutlich zur Behauptung der Tabellenführung. Pharrell Williams klettert mit Happy" von drei auf zwei (252.000) und tauscht den Platz mit Jason Derulo feat. 2 Chainz und Talk Dirty" (242.000). Passenger steigt mit Let Her Go" (182.000) von fünf auf vier, und auch für A Great Big World und Christina Aguilera geht es mit ihrer Kollaboration Say Something" (171.000) um eine Stelle nach oben auf die Fünf.

23,6 Millionen Tracks luden sich die US-Musikfans in der frisch analysierten Woche kostenpflichtig herunter. Das macht lediglich ein Minus von einem Prozent zur Woche zuvor aus, aber einen deutlichen Rückstand von 14 Prozent gegenüber der entsprechenden Woche des letzten Jahres. 151,4 Millionen bislang als Downloads verkaufte Stücke im laufenden Jahr ergeben ein Defizit von fast 20 Millionen Tracks oder elf Prozent zum Vorjahreszeitpunkt.

Alle Charts von MusikWoche im Überblick finden Abonnenten hier.