Handel

Best Buy mit hohem Quartalsverlust

Die US-Elektrofachmarktkette Best Buy hat im ersten Fiskalquartal (Ende 4. Mai) einen Nettoverlust von 81 Mio. Dollar ausgewiesen. Der Umsatz fiel um fast eine Mrd. Dollar geringer aus als im Vorjahreszeitraum - hier wirft bereits der geplante Ausstieg aus dem Europageschäft seine Schatten voraus.

21.05.2013 16:59 • von Mareike Haus

Die US-Elektrofachmarktkette Best Buy hat im ersten Fiskalquartal (Ende 4. Mai) einen Nettoverlust von 81 Mio. Dollar oder 24 Cent je Aktie ausgewiesen, nachdem im Vorjahreszeitraum noch ein Gewinn von 158 Mio. Dollar verbucht wurde. Der Umsatz des US-Konzerns fiel um fast eine Mrd. Dollar auf 9,38 Mrd. Dollar. Hier wirft bereits der geplante Ausstieg aus dem Europageschäft seine Schatten voraus: die europäischen Aktivitäten verbucht Best Buy schon jetzt als nicht fortgeführt und rechnet sie aus den nun veröffentlichten Umsätzen heraus. Um die nicht fortgeführten Geschäftsaktivitäten bereinigt wäre das Ergebnis pro Aktie mit 32 Cent übrigens positiv ausgefallen, wenn auch deutlich geringer als im Vorjahr (72 Cent). Best Buy hat den Verkauf seines 50-prozentigen Anteils von Best Buy Europe an Carphone Warehouse im April besiegelt und damit die fehlgeschlagene Expansion nach Großbritannien offiziell beendet. Aber auch flächenbereinigt läuft es bei Best Buy noch nicht rund. Im US-Markt setzte die Kette im Berichtzeitraum auf gleicher Fläche 1,1 Prozent weniger um als im Vorjahr. Immerhin verlangsamte sich der Umsatzschwund, im Vorjahr verlor Best Buy auf gleicher Fläche noch 3,7 Prozent Umsatz. Laut CEO Hubert Joly sei der leichte flächenbereinigte Umsatzrückgang absehbar gewesen, da die Ansetzung des Super Bowl in diesem Jahr für den Elektronikhandel ungünstig gewesen sei. Das Football-Event gilt als großer Motor für TV-Umsätze und fand in diesem Jahr Anfang Februar, also genau zu Beginn des ersten Fiskalquartals, statt. Der Super-Bowl-Effekt entfiel daher auf das vorangegangene Quartal. Joly verwies zudem auf das Onlinegeschäft, das deutliche Fortschritte mache. So stiegen die Onlineerlöse im ersten Quartal um 16 Prozent auf 498 Mio. Dollar.