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"Neue Welle" lockte mehr Besucher an

Mehr als 550 geladene Partner und Medienvertreter strömten am 7. März 2013 zur vierten Ausgabe der Showcaseveranstaltung "Neue Welle" von Koch Universal. Auf sie warteten acht Live-Acts, die das stilistische Spektrum der künftig unter dem Namen Electrola firmierenden Universal-Division abdeckten.

08.03.2013 13:18 • von Dietmar Schwenger
Ein Glanzlicht bei der vierten "Neuen Welle": Semino Rossi auf der Bühne der Freiheizhalle in München (Bild: MusikWoche)

Nach 500 Gästen im Vorjahr strömten am 7. März 2013 mehr als 550 geladene Branchenpartner und Medienvertreter zur vierten Ausgabe der Showcaseveranstaltung "Neue Welle" von Koch Universal. Auf sie warteten acht Live-Acts, die das breite stilistische Spektrum der künftig unter dem Namen Electrola firmierenden Universal-Division abdeckten.

"Die 'Neue Welle' hat sich als echtes Event etabliert", formulierte Jörg Hellwig, Managing Director Koch Universal, in seiner Begrüßungsansprache in der bereits um 20 Uhr sehr vollen Münchner Freiheizhalle. In seiner Rede ging er auch auf die positive Entwicklung der Veranstaltung ein. Die "Neue Welle", einst als reines Newcomer-Showcase gestartet, sei zu einem veritablen Branchentreff geworden und biete den Gästen nun einen Mix aus neuen Künstlern und etablierten Acts.

Und auch stilistisch wolle man eine "ganz bunte Mischung" offerieren, die die musikalische Vielfalt des Labels widerspiegele, so Hellwig weiter. Dafür holten sich die "Neue Welle"-Veranstalter kompetente Hilfe auf die Bühne: Als charmanter wie sachkundiger Moderator des Abends fungierte der NDR-Musikredakteur Peter Urban, der auch durch seine Kommentare bei den Übertragungen des Eurovision Song Contest bekannt geworden ist.

Urban bat als ersten Künstler die österreichische Schlagersängerin Alessa auf die Bühne, die zwei modern produzierte Titel vortrug. Ebenfalls mit zwei Songs glänzte der junge Schlagersänger Peter Michael, der bei Helene-Fischer-Manager Uwe Kanthak unter Vertrag steht. Im Publikum hörte dabei jemand ganz besonders intensiv zu: Der Komponist und Produzent Jean Frankfurter machte sich in München ein Bild von den Live-Qualitäten seines jüngsten Schützlings, dessen Debütalbum, "Keine halben Sachen", im Juni erscheinen soll.

Ebenfalls mit renommierten Autoren und Produzenten - Rudolf Müssig und Christoph Leis-Bendorff - im Rücken punktete Ilka Wolf, die nach Peter Michael auftrat. Danach standen erstmals Livemusiker auf der Bühne: Semino Rossi stellte mit seiner Band einige Songs aus Symphonie des Lebens" vor, seinem neuen, von Dieter Bohlen produzierten Werk. Dabei überzeugte er nicht nur mit romantischen Schlagern, sondern auch mit seiner Interpretation des lateinamerikanischen Standards "Besame Mucho".

Zünftig ging es zu bei der aus Deutschland, Österreich und der Schweiz stammenden A-capella-Formation voXXclub, die neben ihren stimmlichen Qualitäten auch mit einer einstudierten Choreographie Akzente setzte. Einer der Höhepunkte des Abends war anschließend die Sängerin MarieMarie, die von Rainer Tarara gemanagt und von der Bertram Pohl Stiftung gefördert wird. An der Harfe und als ausdrucksstarke Sängerin vermischte sie Elektropop und Folktradition auf höchst ansprechende Weise.

Auch die in den MusikWoche Top 100 Longplay lange in den Top 10 rangierende Band Faun kam beim Publikum bestens an. Einer der Höhepunkte ihres Sets war das Stück "Diese kalte Nacht" - im Original das schottische Traditional "Cold Haily Windy Night", das Steeleye Span 1971 auf ihrem zweiten Album, "Please To See The King", populär gemacht haben.

Als letzte Band des Abends begrüßte Peter Urban die vier US-Amerikaner von High South auf der Bühne der "Neuen Welle". Die von Christian Seitz für Decca UK produzierte Band sorgte mit hochklassigem Westcoast-Sound mit makellosem Harmoniegesang für einen würdigen Abschluss der Veranstaltung, die damit aber noch lange nicht zuende war.

Bis weit nach Mitternacht tauschten sich die Gäste in der Freiheizhalle aus. Auch Hellwig zieht ein positives Fazit: "Unsere Künstler, ob etabliert oder Newcomer, haben sich großartig geschlagen und für viele positive Reaktionen gesorgt und gezeigt, welch ein breit gefächertes musikalisches Spektrum wir inzwischen anbieten."

Zudem sei die "Neue Welle" schon für einige "spektakuläre Erfolge ein echtes Sprungbrett" gewesen, so Hellwig weiter. "Ich hoffe sehr, dass das auch dieses Jahr wieder der Fall sein wird."