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Berliner Clubszene diskutierte über neue GEMA-Tarife

Über 100 Clubbetreiber, Veranstalter, DJs und Musiker kamen am 21. Mai im Berliner KitKatClub zusammen, um über die Auswirkungen der geplanten GEMA-Tarifanpassung zu diskutieren. Die Teilnehmer kritisierten das neue Modell als "nicht finanzierbar und sittenwidrig".

23.05.2012 11:18 • von Christian Schober
Soll Clubbetreiber und Veranstalter mobilisieren: Die Kampagne von DEHOGA und BDT (Bild: Screenshot tarifabzocke.de)

Über 100 Clubbetreiber, Veranstalter, DJs und Musiker kamen am 21. Mai 2012 im Berliner KitKatClub zusammen, um über die Auswirkungen der geplanten GEMA-Tarifanpassung zu diskutieren. Die Teilnehmer kritisierten die neuen Tarife als "nicht finanzierbar und sittenwidrig. Wenn dieser Tarifwucher tatsächlich geltendes Recht werden sollte, ist die Existenz aller Clubs- und Veranstaltungsorte in Berlin und bundesweit akut gefährdet", fasst electrocult, ein Verein zur Förderung, Pflege und Darstellung der elektronischen Musik- und Clubkultur, die Ergebnisse zusammen.

Die Berliner Clubszene habe weltweite Bedeutung und sei einer der größten Arbeitgeber Berlins. "Wir rufen alle unsere Mitarbeiter und Gäste auf, sich an dem Protest gegen die GEMA-Erhöhung zu beteiligen. Es geht uns hier nicht um eine Diskussion rund um die Urheberrechte, sondern um entstehende, existenzbedrohende Kosten, die von den wenigsten Clubs und Veranstaltern getragen werden können." Konkret fordern die Berliner transparente Abrechnungsmodalitäten, die Beteiligung aller Betroffenen bei der Tariffindung und eine Intervention der Politik auf Landes- und Bundesebene.

Ingrid Hartges, Hauptgeschäftsführerin des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (DEHOGA Bundesverband), stellte bei dem Diskussionsabend auch ihre Kampagne gegen die angebliche "Tarifabzocke" vor. Gemeinsam mit dem Bundesverband Deutscher Diskotheken und Tanzbetriebe (BDT) ruft der DEHOGA dabei zur Unterzeichnung einer Petition gegen die Tarifanpassung auf.