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Sony Music beendet Geschäftsjahr mit rückläufigen Umsätzen und Erträgen

Sony Music musste im Fiskaljahr bis Ende März 2012 ein Umsatzminus von fast sechs Prozent hinnehmen. Auch die operativen Gewinne gingen um mehr als fünf Prozent zurück - unter anderem aufgrund höherer Restrukturierungskosten.

10.05.2012 12:08 • von Knut Schlinger
Umsatz und operativer Ertrag unter Vorjahresniveau: Die Bilanz der Musiksparte (rosa) des Sony-Konzerns für das Geschäftsjahr bis Ende März 2012, Angaben in Milliarden Yen (Bild: sony.net, Screenshot)

Sony Music Entertainment musste im Fiskaljahr bis Ende März 2012 bei Umsätzen in Höhe von rund 5,4 Milliarden Dollar ein Minus von fast sechs Prozent zum Vorjahr hinnehmen. Bereinigt um Währungseffekte - die Musiksparte hat ihren Hauptsitz in den USA, der japanische Sony-Konzern weist seine Bilanz allerdings in heimischer Währung aus - lag das Umsatzminus bei nur einem Prozent. Auch die operativen Gewinne gingen binnen zwölf Monaten um 5,2 Prozent zurück auf nunmehr 450 Millionen Dollar. Als Gründe für die sinkenden Erträge nennt die Sony-Bilanz die anhaltenden Einbrüche im physischen Musikgeschäft und die höher als im Vorjahr ausgefallenen Restrukturierungskosten, die nur teils durch Sparmaßnahmen hätten aufgefangen werden können.

Als die erfolgreichsten Alben im Fiskaljahr, in dessen Verlauf der langjährige Universal-Boss Doug Morris das Ruder bei Sony Music übernahm, nennt der Musikmajor an erster Stelle Adele und deren Album 21", das in den USA dank eines Vertriebsdeals über Sony ausgeliefert wird. Daneben stehen Titel wie 4" von Beyoncé, Planet Pit" von Pitbull, Wasting Light" von den Foo Fighters, Up All Night" von One Direction und verschiedene Titel der "Glee"-Reihe.

Für das neu angelaufene Geschäftsjahr rechnet der Sony-Konzern bei seiner Musiktochter mit Umsätzen und operativen Gewinnen auf dem Niveau des jüngsten Fiskaljahres. Dazu sollten die Zuwächse im Digitalgeschäft die weiter zu erwartenden Einbußen im CD-Verkauf zumindest auffangen.

Eine Tendenz dazu aber war im vierten Geschäftsjahresquartal bis Ende März 2012 noch nicht zu erkennen: Auch in diesen drei Monaten fiel ein Umsatzminus von 3,2 Prozent an, die operativen Erträge fielen auf Yen Basis um 600 Millionen Yen auf nunmehr 3,2 Milliarden Yen.

In seiner Bilanz fasst Sony für die Musiksparte die internationalen Ergebnisse von Sony Music samt der japanischen Plattenfirma Sony Music Entertainment Japan und dem 50-prozentigen Anteil am Verlagsmajor Sony/ATV zusammen.

Insgesamt verzeichnete der Sony-Konzern im vergangenen Fiskaljahr ein 9,6-prozentiges Umsatzminus auf 6,49 Billionen Yen (rund 62,81 Milliarden Euro) und rutschte operativ mit 67,3 Milliarden Yen (rund 651 Millionen Euro) tief in die roten Zahlen. Beim Nettoergebnis wurde ein Fehlbetrag von 456,7 Milliarden Yen (rund 4,42 Milliarden Euro) ausgewiesen.