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GEMA sucht Gespräch mit dem VdMK

Die GEMA plant, mit dem Verband der Münchner Kulturveranstalter (VdMK) gemeinsam eine Expertenrunde einzuberufen, um "über die neuen Tarife im Veranstaltungsbereich zu informieren". Mit diesem Gesprächsangebot will die GEMA die anhaltende Diskussion um die vorgesehenen Tarifanpassungen "versachlichen".

19.04.2012 12:12 • von Frank Medwedeff

Die GEMA reagiert auf die Kritik des Verbands der Münchner Kulturveranstalter (VdMK) am ab Anfang Januar 2013 vorgesehenen neuen Tarifmodell für Veranstaltungen mit Livemusik oder Tonträgerwiedergaben. "Gemeinsam" mit dem VdMK plant die GEMA "eine Expertenrunde, um über die neuen Tarife im Veranstaltungsbereich zu informieren". Mit diesem Gesprächsangebot solle "die anhaltende Diskussion versachlicht werden", verlautet die Verwertungsgesellschaft.

Der VdMK hatte am 17. April in einem Pressegespräch seine Bedenken zu den neuen Veranstaltungstarifen deutlich gemacht. "Hierbei äußerten einige Clubbetreiber Befürchtungen, die neuen Tarife könnten negative Auswirkungen auf die wirtschaftliche Situation der Münchner Clubs und Veranstalter haben", heißt es seitens der GEMA, die deshalb in einem gemeinsamen Expertengespräch ausführlich über die Tarifreform aufklären und darüber diskutieren will.

Die GEMA bekräftigt erneut, dass es ihr bei der Tariflinearisierung "nicht um eine Preiserhöhung, sondern um eine gerechte Vergütung der Musikurheber" gehe. Zu diesem Zweck strebe die Verwertungsgesellschaft in der Tarifauseinandersetzung auch "eine baldige Einigung" mit der Bundesvereinigung der Musikveranstalter, der größten Musiknutzervereinigung in Deutschland, durch ein geordnetes Schiedsstellenverfahren an. Die Ziele der Ausgewogenheit der Tarifstruktur sowie der Vereinfachung der Tariflandschaft wolle die GEMA mit der Neugestaltung des Vergütungsmodells für Veranstaltungen mit Live-Musik oder mit Tonträgerwiedergaben ab dem Jahr 2013 umsetzen.