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VdMK initiiert Pressegespräch zu "bedrohlichen" GEMA-Tarifen

Der Verband der Münchner Kulturveranstalter (VdMK) lädt für den 17. April um 10.30 Uhr zu einem Pressegespräch zum Thema "Neue GEMA-Tarife bedrohen Münchner Clublandschaft" ein. Der von Alexander Wolfrum geführte Verband will dabei darlegen, wie er sich gegen "einen dreisten Griff in die Veranstalterkassen" wehren will.

16.04.2012 15:50 • von Frank Medwedeff
Will mit seinem Verband gegen die neuen GEMA-Tarife vorgehen: VdMK-Präsident Alexander Wolfrum (Bild: VdMK/G.R.A.L.)

Der Verband der Münchner Kulturveranstalter (VdMK) lädt für den 17. April um 10.30 Uhr zu einem Pressegespräch zum Thema "Neue GEMA-Tarife bedrohen Münchner Clublandschaft" ein.

Der VdMK will dort die Ergebnisse der Tarifberechnungen der Münchner Mitgliedsclubs auf Basis der neuen GEMA-Tarife vorstellen und "ein Bild der zu erwartenden Auswirkungen auf die wirtschaftliche Situation der Münchner Clubs und Veranstalter" zeichnen. Rede und Antwort stehen dabei Alexander Wolfrum, Präsident des VdMK und Geschäftsführer der Münchner Eventagentur G, David Süß, Betreiber des Clubs Harry Klein und Mitinhaber des Labels Harry Klein Records, Dierk Beyer, Mitglied des Vorstandes der CRAFT Veranstaltungs AG sowie der Rechtsanwalt Franz Erlmeier.

Die GEMA hatte Anfang April ihre neue Tarifstruktur für Veranstaltungen mit Livemusik oder Tonträgerwiedergaben(Konzerte ausgenommen) vorgestellt, gegen das auch die Bundesvereinigung der Musikveranstalter energisch protestiert. "Die neuen Tarife bedeuten für Clubs und Diskotheken in München teilweise eine Explosion der GEMA-Gebühren von bis zu 1.400 Prozent", betont der VdMK im Vorfeld des Pressegesprächs. "Für viele kleinere Clubs dürfte das neue Tarifsystem damit existenzbedrohende Auswirkungen haben. Hinzu kommen die Bestrebungen derGesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten (GVL), die den derzeitigen Zuschlag auf die GEMA-Tarife von 20 Prozent auf 100 Prozent anheben möchte, was die Belastung weiter erhöht", verlautet der Verband weiter.

Der VdMK halte die neuen Tarife "für einen dreisten Griff in die Veranstalterkassen" und werde sich gegen deren Einführung im geplanten Umfang wehren. "Mit welcher Argumentation und welchen Mitteln" dies geschen soll, will der VdMK bei dem Pressegespräch darlegen, das am 17. April von 10.30 bis 11.30 Uhr im Salon des Münchner Clubs Neuraum in der Arnulfstraße 17 stattfindet. Pressevertreter können sich per E-Mail an presse@gral-gmbh.de anmelden.

Gegen das geplante GEMA-Tarifmodell richtet sich auch eine offene Petition, die Matthias Rauh von der Eventagentur giga event in Absprache mit der Bundesvereinigung der Musikveranstalter gestartet hat.