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GEMA informiert über neue Tarifstrategie im Veranstaltungsbereich

Am 2. April gibt die GEMA in München eine Pressekonferenz über ihre ab Januar 2013 geplanten neue Tarife für "Veranstaltungen mit Live-Musik oder Tonträgerwiedergaben" außerhalb des Konzertsegments. Dabei kam es indes bislang zu keiner Einigung mit der Bundesvereinigung der Musikveranstalter.

30.03.2012 14:40 • von Frank Medwedeff
Referent auf der Pressekonferenz: Georg Oeller (Bild: Jochen Zick/GEMA)

Am 2. April um 11 Uhr gibt die GEMA in ihrer Generaldirektion in München eine Pressekonferenz zum Thema "Neue Tarifstrategie der GEMA für den Veranstaltungsbereich". Dabei geht es um neue Vergütungssätze, die ab 1. Januar 2013 die Grundlage "für die Lizenzierung von Veranstaltungen mit Live-Musik oder Tonrägerwiedergaben" bilden sollen. "Ausdrücklich hiervon ausgenommen sind reine Konzerte", stellt die Verwertungsgesellschaft klar.

Die neuen Vergütungen will die GEMA "linear an der wirtschaftlichen Größe der Veranstaltungen" ausrichten. Die Tarifanpassung führe, wie es die Verwertungsgesellschaft darstellt, "bei nahezu allen Veranstaltungen mit geringen Raumgrößen und moderaten Eintrittsentgelten zu deutlichen Vergünstigungen". Für größere Veranstaltungen bringe die Tarifanpassung hingegen eine höhere Vergütung mit sich. Ziele der neuen Strategie seien "die Ausgewogenheit der Tarifstruktur sowie die Vereinfachung der Tariflandschaft". Die vorgesehenen neuen Tarife sind auf der Website der GEMA einsehbar.

Vergütungssätze dieser Art habe die GEMA in der Vergangenheit gemeinsam mit der Bundesvereinigung der Musikveranstalter e.V. verhandelt und vereinbart, der beispielsweise der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband und der HDE - Handelsverband Deutschland angehören. Was die geplante aktuelle Tarifanpassung angeht, habe die GEMA mit der Bundesvereinigung mehrere Gespräche geführt, "um die neuen Tarife zu verhandeln und zu einem einvernehmlichen Ergebnis zu gelangen". Zu einer Einigung kam es aber bislang nicht: Beim letzten Gespräch am 22. März 2012 in Berlin haben die Parteien deshalb "die Durchführung eines Schiedsstellenverfahrens erörtert". Parallel hierzu sei die GEMA bereit, die Gespräche mit der Bundesvereinigung fortzusetzen.

Referenten bei der Pressekonferenz sind GEMA-Vorstandsmitglied Georg Oeller und Bezirksdirektor Lorenz Schmid. Medienvertreter haben die Möglichkeit, die Veranstaltung auch als Webkonferenz live am Bildschirm zu verfolgen und per Chat Fragen zu stellen. Dafür ist eine Vorabregistrierung bis zum 1. April notwendig (per E-Mail an kommunikation@gema.de).