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Batschkapp gewinnt Clubaward

Im Rahmen der LEA-Gala erfolgte auch die Vergabe des mit 20.000 Euro dotierten Clubawards der Initiative Musik an die Batschkapp in Frankfurt. Je 5000 Euro Preisgeld gab es für das Knust in Hamburg und den Kieler Luna Club.

22.03.2012 10:26 • von Frank Medwedeff
Bei der Clubaward-Verleihung auf der LEA-Bühne (v.l.n.r.): Jens Michow (LEA), Ralf Scheffler (Batschkapp) und Ina Keßler (Initiative Musik) (Bild: Initiative Musik)

Im Rahmen der PRG LEA-Gala erfolgte in der Frankfurter Festhalle am 20. März auch die Vergabe des mit 20.000 Euro dotierten Clubawards der Initiative Musik an die Batschkapp in Frankfurt. Im Beisein von LEA-Geschäftsführer Jens Michow übergab Ina Keßler, Geschäftsführerin der Initiative Musik, einen überdimensionalen Scheck an Batschkapp-Betreiber Ralf Scheffler. Der reagierte begeistert: "Wir sind überglücklich, dass mit der Auszeichnung unsere Arbeit gewürdigt wird und sind sehr stolz darauf. Das Preisgeld wird in unsere Umbauten einfließen, das passt genau."

Je 5000 Euro Preisgeld gab es noch jeweils für das Knust in Hamburg und den Kieler Luna Club. "Wir sind überwältigt und fühlen uns natürlich sehr geehrt, als nördlichste Clubbastion Deutschlands bei dem diesjährigen Live Entertainment Award nominiert worden zu sein. Eine wirklich schöne Bestätigung für unser langjähriges kulturelles Engagement", kommentierte Kai Hellebrandt, Betreiber des Luna Clubs. Knust-Betreiber Karsten Schölermann betonte: "Die Würdigung unserer Arbeit soll stellvertretend für die vielen tausend Clubs in Deutschland gelten, die wie wir täglich einen kulturellen Raum in unserem Gemeinwesen erhalten und ausfüllen - und dies meistens strukturell unterfinanziert und in der Regel unsubventioniert. Zu helfen, diese Kulturräume zu schützen und zu erhalten muss deshalb unser erklärtes Ziel sein."

Ein Grußwort an die Macher der ausgezeichneten Clubs schickte Bernd Neumann, der als Staatsminister und Beauftragter der Bundesregierung für Kultur und Medien die Mittel für den Clubaward bereitstellt: "Ich gratuliere den drei Gewinnern des Clubward - sie stehen als Preisträger stellvertretend für viele Spielstätten über alle Bundesländer verteilt, die sich für die Nachwuchsförderung einsetzen und damit auch wirtschaftliche Risiken eingehen. Das Forum, das sie damit für einen Austausch zwischen etablierten Künstlern, jungen Musikern und Publikum bieten, ist beispielhaft und unverzichtbar."

Zum dritten Mal dotierte die Initiative Musik den bundesweit vergebenen Clubaward mit insgesamt 30.000 Euro. Mit diesem Preisgeld will die Fördereinrichtung der Bundesregierung und der Musikwirtschaft "ein Zeichen für die Bedeutung kleiner und mittelgroßer Spielstätten im Rahmen der musikalischen Nachwuchsförderung" setzen. Sowohl die Nominierung der drei Finalisten als auch die Entscheidung über die Vergabe des Hauptpreises erfolgte durch die unabhängige zwölfköpfige PRG LEA-Jury.

Der Clubaward steht für die Initiative Musik "an der Spitze unterschiedlichster Aktivitäten" zur Spielstättenförderung. So gab es Pilotprojekte zu diesem Thema in Bayern, Nordrhein-Westfalen, der Region Stuttgart und in Berlin. Das 2011 veröffentlichte Spielstättenporträt habe "die Situation der Clubbetreiber erstmalig definiert". Seit dem Reeperbahnfestival vergangenen Jahres bereiten 30 Clubbetreiber und regionale Clubnetzwerke aus ganz Deutschland zudem die Gründung des Club-Netzwerks 'Live Musik Kommission' vor. Das Zusammenspiel dieser verschiedenen Förderinstrumente soll den Status quo der Clubszene "nachhaltig verbessern".