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Dossier: Berlin will seine Musikwoche feiern

01.01.1970 01:00 • von Norbert Obkircher

Die Verleihung der New Music Awards, des Newcomer-Musikpreises der neun Jugendradios der ARD-Sendeanstalten, bildet am Vorabend der Berlin Music Week den Auftakt zur Berliner Musikwoche: Am 6. September ab 18.30 Uhr treten in den Räumlichkeiten des Admiralspalasts The Dashwoods, Ira Atari, Random Hero, Feinkost, Captain Capa, Tuó, Pickers, Jonas David und The Astronaut's Eye im Livewettkampf gegeneinander an. Den Sieger kürt eine Jury, der unter anderem Joy Denalane und Mira Pfetzing von Juli angehören. Ebenfalls auf dem Programm steht ein Auftritt der Vorjahresgewinner von Kraftklub, die mittlerweile bei Universal Music unter Vertrag stehen. Mit diesem Startschuss und den vielen fixen Events habe die Berlin Music Week in ihrem zweiten Jahr einen "großen Schritt in die richtige Richtung", erklärt Katja Gross gegenüber MusikWoche, die als Managerin von Kulturprojekte Berlin für die Business Affairs der Berlin Music Week zuständig ist. Man sei zwar "noch längst nicht am Ziel", aber dennoch konnten "die Weichen, die im vergangenen Jahr gestellt wurden, genutzt werden, um gemeinsam neue Dinge zu schaffen". Alle Partner seien wieder mit an Bord, "was ein sehr gutes Zeichen ist." Und auch neue, wie die Organisatoren des Club Transmediale mit ihrer Veran - staltungsreihe ICAS Suite, kamen hinzu: "Erstmals gibt es für den Konsumenten ein echtes Berlin-Music-Week-Ticket für den 9. und 10. September, welches das Berlin Festival, Club X-Berg, die Clubnacht und die ICAS Suite an beiden Tagen umfasst." Zudem werben die Veranstalter derzeit noch mit Promotionaktionen über den eigenen Ticketshop, um Besucher auf die verschiedenen Veranstaltungen auf - merksam zu machen: Hier könne "jeder zum Komponist seiner eigenen Berlin Music Week werden", sich "ganz bequem die Events heraussuchen, die einen wirklich interessieren", die Tickets im Warenkorb sammeln und nur einmal bezahlen - mit Rabattmöglichkeiten von bis zu 30 Prozent. Das soll für weiteren öffentlichen Zuspruch sorgen, denn auch hier sei man "einen großen Schritt weitergekommen", sagt Tommy Nick, Head of Communica - tions der Berlin Music Week. Zufrieden sei man aber "noch lange nicht", sagt er: "Unsere Kampagne setzt auf einen starken Wiedererkennungswert. Auch unsere Partner haben das verstanden und transportieren die Dachmarke mit vereinten Kräften." Ziel sei es, künftig seltener die Frage zu hören, was denn die Berlin Music Week eigentlich sei. Statt dessen wolle man vielmehr die Frage hören, wer denn alles mitmacht: Das aber "braucht sicher noch ein paar Durchläufe". Die Zusammenarbeit mit den Organisatoren der einzelnen Standbeine der Berlin Music Week entwickelt sich derweil laut Björn Döring, Programmmanager Berlin Music Week, sehr gut. "Alle sind eingespielter, es gibt deutlich weniger Reibungsverluste. Synergien werden schneller erkannt und genutzt - so zum Beispiel mit der Popkomm." Hier sei "eine klare Platzierung" in Richtung B2B-Kommunikation erfolgt: "Die Künstler, die bei den Day Showcases der Popkomm auftreten, werden dabei ausschließlich dem Fach publikum und den Medien vorgestellt. Abends werden die Bands und Künstler in bestehende und neue Konzertformate eingebunden - die Berlin Music Week übernimmt dabei die Promotion dieser Künstler an den Kon - sumenten." Hierbei handele es sich für alle Seiten um "eine Win-win-Situation". Und man habe im Vorfeld in der Vermarktung und Kommunikation besonders viel Wert "auf Profilschärfe der einzelnen Formate" gelegt: "Jeder konzentriert sich auf seine Zielgruppe. Die a2n-Werk-statt biete zum Beispiel "anders als die Fach messe Popkomm Workshops und Coachings für Künstler, Musiker an sowie für jene, die ins Musikbiz einsteigen wollen". Eine eigene Messlatte im Hinblick auf Besucherzahlen geben die drei Organisatoren von den Kulturprojekten Berlin nicht aus: "Wenn unsere Partner ihre erwarteten Besucherzahlen erreichen, sind wir zufrieden." Ein Effekt für den Musikstandort Berlin aber habe sich schon jetzt eingestellt: "Die Berliner Veranstalter und Clubbetreiber, Labels, Verlage oder Institutionen arbeiten unter dem Dach der Berlin Music Week vernetzt miteinander und tauschen sich aus. Neue Formate sind dabei entstanden wie zum Beispiel Whats Up Mitte", fasst Katja Gross zusammen. "Berlin als internationaler Musikstandort zieht auf diese Weise mit vereinten Kräften erneut sowohl die mediale Aufmerksamkeit als auch die Aufmerksamkeit der Musikbranche auf sich." Im bundesweiten Wettbewerb der Standorte aber darf auch der bereits zuvor geübte Schulterschluss der deutschen Branchenevents nicht zu kurz kommen: Entsprechend laden die Berlin Music Commission und das Medienboard Berlin-Brandenburg im Rahmen der Berlin Music Week zum "Berlin Fest", das zugleich auch unter dem Motto "Germany goes 3-dimensional" als Initiative der Arbeitsgemeinschaft der drei Musikstandorte Hamburg, Köln und Berlin fungiert. Die offizielle Abschlussparty der Popkomm bildet nach einer zweijährigen Pause die wiederauferstandene legendäre European Music & Media Night (EMMN) im E-Werk: Am Abend des 9. September treffen sich hier hochrangige Vertreter der Musikindustrie mit Politikern, Medienmenschen, Szenegestalten, Künstlern und anderen Delegierten der Kreativbranchen. Exklusiver Medienpartner der von Jörg Hacker organisierten Ppopkomm-Sause ist erneut MusikWoche.