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Sony Music legt operativ deutlich zu

Sony Music lag im Quartal bis Ende Juni 2011 nach Umsätzen beinahe auf Vorjahresniveau und legte operativ deutlich zu. Dabei profitierte der Major unter anderem vom Schulterschluss mit einem Indie. Kurz nach dem Dienstantritt von Doug Morris schraubt Sony nun die Erwartungen an die Musiksparte rauf.

28.07.2011 11:38 • von Knut Schlinger
Erfreuliche Tendenz: Sony Music konnte im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres zulegen (Bild: Sony, Screenshot)

Sony Music Entertainment glückte erneut ein guter Start ins neue Fiskaljahr: In den drei Monaten bis Ende Juni 2011 lag die Musiksparte des Sony-Konzerns nach Umsätzen beinahe auf Vorjahresniveau und konnte operativ deutlich zulegen.

Im ersten Quartal des neuen Fiskaljahres nahm Sony Music 1,353 Milliarden Dollar ein. Auf Yen-Basis - da die Musiksparte in den USA ihren Hauptsitz hat, der japanische Sony-Konzern seine Bilanz allerdings in heimischer Währung ausweist - bedeuten die Umsätze von 109,6 Milliarden Yen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zwar ein Minus von 0,6 Prozent, bereinigt um Währungseffekte fiel jedoch ein Umsatzplus von sieben Prozent an.

Die operativen Einnahmen wuchsen derweil um gut 61 Prozent auf 12,1 Milliarden Yen. In Dollar weist Sony Music fürs erste Fiskalquartal operative Erträge von 149 Millionen Dollar aus. Vor Jahresfrist lag dieser Wert noch bei 84 Millionen Dollar - auf Dollar-Basis konnte das Unternehmen seine operativen Erträge damit um 75 Prozent steigern.

Dabei profitierte der Musikmajor unter anderem vom Schulterschluss mit einem Indie: So nennt die Sony-Bilanz das in den USA gemeinsam mit der Beggars Group vermarktete Adele-Album 21" bei den Bestsellern an erster Stelle, noch vor 4" von Beyoncé, Wasting Light" von den Foo Fighters und den Titeln der "Glee"-Reihe.

Kurz nach dem Dienstantritt des langjährigen Universal-Konzernlenkers Doug Morris schraubt Sony nun zudem die Erwartungen an die Musiksparte rauf: Hatte es noch bei der Vorlage der Jahresbilanz geheißen, dass man in der japanischen Konzernzentrale aufgrund weiter erodierender Musikverkäufe für das angelaufene Geschäftsjahr bei der Musiktochter erneut mit geringeren Umsätzen und rückläufigen Erträgen rechne, so gibt man sich nun immerhin zuversichtlich, dass die Umsatz- und Ertragslage wohl besser ausfallen werde als noch im Mai vermutet.

In seiner Bilanz fasst Sony für die Musiksparte die internationalen Ergebnisse von Sony Music samt der japanischen Plattenfirma Sony Music Entertainment Japan und dem 50-prozentigen Anteil am Verlagsmajor Sony/ATV zusammen.

Konzernweit hat Sony die Folgen der Erdbebenkatastrophe in Japan deutlich zu spüren bekommen und rutschte im ersten Fiskalquartal unterm Strich in die roten Zahlen.