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Green Music Initiative startet Pilotprojekt für Clubs

Die von Jacob Bilabel gegründete Green Music Initiative ruft im März in Nordrhein-Westfalen das erste nationale Projekt zum Thema Energieeffizienz im Clubbereich ins Leben.

09.02.2011 16:42 • von Dietmar Schwenger

Die von Jacob Bilabel gegründete Green Music Initiative (GMI) ruft im März in Nordrhein-Westfalen das erste nationale Projekt zum Thema Energieeffizienz im Clubbereich ins Leben. Als ersten Regionalpartner konnten die Initiative dafür die EnergieAgentur NRW gewinnen.

Der Hintergrund für das neue Projekt ist die Beobachtung der GMI, dass in den mehr als 5000 deutschen Clubs und Diskotheken ein jährlicher Stromverbrauch von etwa 150.000 Kilowattstunden anfällt, was ungefähr 85 Tonnen CO2-Emissionen entspreche.

"Trotzdem spielt das Thema Energieeffizienz, mit dem eine hohe Reduktion der schädlichen Klimagase möglich wäre, im Clubbereich bisher nur eine untergeordnete Rolle", klagt die Inititiave. Das Pilotprojekt soll nun Reduktionspotenziale erschließen. Ein sogenannter Green Club Index (GCI) ergibt sich dabei aus dem Quotienten des Jahresenergieverbrauchs und der Jahresbesucherzahl. Durch diese Vereinfachung bekommen Club-Betreiber die Möglichkeit, ihre Energieeffizienz mit der anderer Veranstaltungsorte zu vergleichen, ohne Betriebsgeheimnisse zu veröffentlichen.

Die Ermittlung des GCIs soll in einem ersten Schritt ermöglichen, verbrauchsintensive Stellen im eigenen Betrieb zu identifizieren, um dann in einem zweiten Schritt mit Energieberatern sinnvolle Maßnahmen zu planen und umzusetzen.

"Ein Clubbetreiber kennt sich in der Regel mit seiner Gastronomie, seinen DJs, seinen Türstehern und dem Jugendschutz aus. Mit Hilfe des Green Club Index machen wir das Thema Energieeffizienz für ihn erleb- und umsetzbar", erläutert Bilabel.

Im Laufe des Projekts soll mit Hilfe von regionalen Projektpartnern überprüft werden, wie die Energieeffizienz mit einfachen Mitteln verbessert werden kann, und wie sich auf diese Weise die schädlichen Umweltwirkungen des Clubbetriebs reduzieren lassen.

"Durch die Beschäftigung mit dem Thema Energieeffizienz und den ersten Einsparerfolgen, die sich ebenfalls finanziell niederschlagen, werden Anreize geschaffen, in weitergehende Effizienzmaßnahmen zu investieren", führt Bilabel aus. Nach dem Start in Nordrhein-Westfalen folgen im zweiten und dritten Quartal 2011 weitere Pilotprojekte in Berlin, Hamburg und München.

Exklusive Veranstaltungen in den Clubs, die sich als die größten Green-Club-Pioniere herausstellen, sollen weiter motivieren und auch die öffentliche Wahrnehmung des Projekts vergrößern.