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Initiative Musik startet Spielstättenuntersuchung

Die Initiative Musik ermittelt durch eine Befragung der Betreiber von 2.250 Veranstaltungslocations in fünf Bundesländern in diesen Tagen exemplarisch die Situation der Spielstätten in Deutschland. Die Daten sollen als Einschätzungsgrundlage dienen, ob und in welchen Bereichen Förderung sinnvoll ist.

18.01.2011 13:43 • von Frank Medwedeff

Rund 2.250 Veranstaltungslocations in fünf Bundesländern sind dieser Tage Gegenstand der Befragung der Initiative Musik zur Situation von Spielstätten in Deutschland. Die Erhebungen laufen in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Sachsen, Hamburg und Bremen. Finanzielle Unterstützung erfährt das Projekt von den jeweiligen Ministerien und Einrichtungen für Wirtschaftsförderung in den Ländern sowie auf Bundesebene vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi).

Im ersten Schritt gehe es bei der Aktion um eine Bestandsaufnahme. Fragen sollen geklärt werden wie: Was bewegt Spielstättenbetreiber in Deutschland? Was bremst? Wo liegen Probleme und Perspektiven?

In einem zweiten Schritt geht es der Initiative Musik dann um die Frage: Wie können Bund und Länder zielgerichtet helfen? Dabei sollen die erhobenen Daten als Grundlage zur Einschätzung dienen, ob und in welchen Bereichen Förderung sinnvoll ist.

Bundesweit gebe es hierzu bereits Modelle und Modellversuche. Als Beispiele nennt die Initiative Musik den Live-Concert-Account und den Club-Award in Hamburg, die Übernahme von Buy-on-Gebühren in Bayern oder den Aufbau eines Clubnetzwerkes in der Region Stuttgart.

Langfristiges Ziel sei die Lösung von grundlegenden Problemen im Spielstättenbereich zur Stärkung des Liveentertainment-Segments als wichtigem Teil der Musikwirtschaft.

Ina Keßler, Geschäftsführerin der Initiative Musik, erklärt: "Wir sind gespannt, welche Ergebnisse uns die Befragung liefern wird. Bisher existieren keine verlässlichen Auskünfte zu diesem Thema. Wir betreten hier Neuland und hoffen auf eine rege Beteiligung seitens der Spielstättenbetreiber."

Die Befragungen laufen derzeit sowohl per Onlinefragebogen als auch in Form von Einzelgesprächen vor Ort. Alle Spielstätten haben dazu im Vorfeld eine Einladung per E-Mail erhalten.

Die auf Markt- und Medienforschung spezialisierten Goldmedia Custom Research GmbH begleitet das Spielstättenporträt auf Bundesebene. Als Szene-Partner vor Ort agieren auf Länderebene in Nordrhein-Westfalen die Agentur Jürgens & Partner, in Niedersachsen die CD-Kaserne, in Sachsen Scheune e.V., in Hamburg Clubkombinat e und in Bremen die dortige Wirtschaftsförderung.

Für finanzielle Unterstützung in Nordrhein-Westfalen sorgt die Ruhr Music Commission, ein Projekt der Ruhr und des Landesmusikrates. Geldgeber in den anderen beteiligten Bundesländern sind in Niedersachsen das Ministerium für Wissenschaft und Kultur, in Sachsen das Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, in Hamburg die Behörde für Kultur und Medien sowie in Bremen die Wirtschaftsförderung Bremen GmbH.

Die Auswertung der Daten erfolgt im Frühsommer. Das Ergebnis will die Initiative Musik sowohl in Form einer Broschüre als auch auf einer Pressekonferenz der Öffentlichkeit vorstellen.

Spielstätten aus den genannten Ländern, die keine Einladung erhalten haben, aber noch an der Befragung teilnehmen wollen, sind aufgerufen, sich an die Partner vor Ort oder an die Initiative Musik zu wenden.

Kontakte regionale Partner

Nordrhein-Westfalen: Agentur Jürgens & Partner, Justin Jürgens und Didi Stahlschmidt, Telefon: 0231-249693-10, E-Mail: info@juergenspartner.com Niedersachsen: CD-Kaserne GmbH, Sina-Vanessa Fischer, Telefon: 05141-977290, E-Mail: s.fischer@cd-kaserne.de Sachsen: Scheune e.V., Magnus Hecht, Telefon: 0351-32355641, E-Mail: studie@scheune.org Hamburg: Clubkombinat e.V., Terry Krug, Telefon: 040-23518357, E-Mail: krug@clubkombinat.de Bremen: WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH, Andrea Kuhfuß, Telefon: 0421-3388114, E-Mail: andrea.kuhfuss@wfb-bremen.de