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Hitbeat: Triumph der Kings Of Leon

01.01.1970 01:00 • von Norbert Obkircher

Die Kings Of Leon setzen sich mit "Come Around Sundown" ohne Umschweife nach der ersten Verkaufswoche auf Platz eins der MusikWoche Top 100 Longplay. Das ist der erste deutsche Spitzenreiter für die Familienband aus dem US-Bundesstaat Tennessee. Die Gebrüder Caleb, Jared und Nathan Followill und ihr Cousin Matthew Followill kamen in der deutschen Hitliste erstmals 2003 mit "Youth And Young Manhood" auf Rang 52. 2004 schafften sie es mit "Aha Shake Heartbreak" auf Platz 39, 2007 mit "Because Of The Times" auf 32.

Das 2008 veröffentlichte "Only By The Night" erreichte seine höchste Platzierung 2009 mit Rang 16, entwickelte sich indes zu einem wahren Dauerbrenner. Das mit Platin bedachte Album steigt aktuell in seiner insgesamt 92. Chartswoche wieder von 97 auf 77. Mit "Come Around Sundown" erobern die Kings Of Leon auch in Großbritannien sofort den Spitzenplatz und verbuchen mit 183.000 abgesetzten Einheiten die höchste Wochenverkaufszahl für ein Album in diesem Jahr.

In den deutschen Top 100 Longplay iniziiert die Südtiroler Band Frei.Wild ihr "Gegengift" und landet damit direkt auf Rang zwei. Für Unheilig bleibt mit "Große Freiheit" nach Verlust eines Platzes somit momentan Position drei. Robbie Williams fällt mit dem Spitzenreiter der Vorwoche, "In And Out Of Consciousness: Greatest Hits 1990-2010", gar ganz aus den Medaillenrängen und belegt nun die vierte Stelle.

Top-Ten-Einstiege zelebrieren Shakira mit "Sale El Sol" auf sechs, Die Flippers mit ihrem Abschiedswerk "Es war eine wunderschöne Zeit" (acht) und Till Brönner mit "At The End Of The Day" (neun). Michael Hirte, der "Mann mit der Mundharmonika", ist mit "Die schönsten Filmmelodien" neu auf 22 im Rennen. Einstiege unter den ersten 30 verbuchen auch Brunner & Brunner mit "Best Of The Best - Das Letzte Album" (23), Bob Dylan auf 24 mit "The Witmark Demos: 1962-1964 - The Bootleg Series Vol", Rod Stewart mit "Fly Me To The Moon - The Great American Songbook Volume V" auf Rang 25 sowie die Beatles mit "1962-1966 (Red Album) (Remastered)", den im Set oder auch einzeln wieder erhältlichen "roten" und "blauen" Doppelalben (29).

In den MusikWoche Top 100 Singles ist Isreal "Iz" Kamakawiwo'ole mit "Over The Rainbow" nach wie vor das Maß aller Dinge, gefolgt von Rihanna mit "Only Girl (In The World)". Hurts klettern mit "Wonderful Life" wieder von fünf auf drei. Platz 23 reicht Bon Jovi, um mit "What Do You Got?" den höchsten Einstieg der Woche zu realisieren. Valentine entert die Rangliste auf der 30 mit "Black Sheep", und die Kings Of Leon platzieren parallel zu ihrem Albumtriumph den Titel "Radioactive" an 41. Stelle.

Das Podium der MusikWoche Top 30 Compilations präsentiert sich immer noch in der Reihenfolge "Bravo Hits 71" vor "KuschelRock 24" und "The Dome Vol". Von null auf fünf schwingen sich die "Big City Beats 13", während "Best Of Klassik 2010", die Kopplung zum Echo Klassik, an elfter Position debütiert.

"Noch nie war der Kampf um die Krone der Singlesjahrescharts so spannend", sagt Media-Control-Geschäftsführerin Ulrike Altig. Demnach habe momentan noch Lena mit "Satellite" die Nase vorn, Shakira feat. Freshlyground könne die Eurovision-Song- Contest-Siegerin mit "Waka Waka (This Time For Africa)" aber noch einholen. Bei den Alben sei der Vorsprung von Unheilig mit "Große Freiheit" hingegen "nahezu uneinholbar".