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US-Charts: Country-Stars dominieren schwaches Sales-Rodeo

Toby Keith verdrängt Kenny Chesney von der Spitze der US-Charts. Allerdings leistet sich der Country-Star dabei nach Verkäufen die schwächste VÖ-Woche eines Nummer-eins-Einsteigers seit Beginn der SoundScan-Ära. In der nächsten Woche dürfte ein Rapper die beiden Country-Stars von der Spitze jagen.

14.10.2010 16:44 • von Knut Schlinger

Toby Keith verdrängt mit seinem neuen Longplayer "Bullets In The Gun" Kenny Chesney mit "Hemingway's Whiskey" (65.000) von der Spitze der US-Charts und verbucht damit in seiner Karriere die vierte Nummer eins und die elfte Platzierung in den Top Ten. Allerdings leistet sich der Country-Star mit 71.000 Verkäufen die schwächste VÖ-Woche eines Nummer-eins-Einsteigers seit Beginn der SoundScan-Ära im Jahr 1991. Zwar gab es Spitzenreiter mit einem schwächeren Verkaufsergebnissen, aber eben nicht in der ersten Woche nach Veröffentlichung.

In der nächsten Woche dürfte zudem ein Rapper die beiden Country-Stars von der Spitze jagen: Die physische Veröffentlichung von "I Am Not A Human Being" dürfte dem bereits seit zwei Wochen digital erhältlichen Album neuen Schub verleihen.

In dieser Charts-Woche platziert sich derweil Bruno Mars mit "Doo-Wops & Hooligans" (55.000) als zweithöchster Neueinsteiger auf Platz drei, gefolgt von Eminem mit "Recovery" (52.000) und der Zac Brown Band mit "You Get What You Give" (43.000) sowie dem Rapper Waka Flocka Flame, der es mit "Flockaveli" und 37.000 als dritter Neueinsteiger auf Platz sechs bringt.

Linkin Park klettern mit "A Thousand Suns" um einen Rang auf Position sieben, Katy Perry springt mit "Teenage Dream" um zehn Plätze auf Rang acht und profitiert dabei laut "Billboard" von Sonderangeboten in den SB-Märkten von Target und Best Buy sowie im Amazon-Downloadshop. Trey Songz fällt derweil mit "Passion, Pain & Pleasure" (32.000) um zwei Ränge auf die Neun, während Selena Gomez & the Scene die Top Ten mit "A Year Without Rain" (27.000) abrunden.

Im Erhebungszeitraum bis zum 10. Oktober zählten die Charts-Ermittler von Nielsen SoundScan 4,89 Millionen Albumverkäufe - das bedeutet ein Absatzminus von acht Prozent im Vergleich zur Vorwoche mit 5,31 Millionen Alben und einen Einbruch um 22 Prozent im Vergleich zur Vorjahreswoche mit 6,28 Millionen Alben. Mit kumuliert verkauften 225,96 Millionen Longplayern liegt der US-Markt um 13 Prozent unter dem Vorjahresergebnis von 261,2 Millionen.