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Hitbeat: Triumph für Iron Maiden

01.01.1970 01:00 • von Norbert Obkircher

Iron Maiden schnellen wie in ihrer Heimat Großbritannien auch in den MusikWoche Top 100 Longplay mit "The Final Frontier" von null auf eins. Die Schwermetallhelden beenden damit die lange Vorherrschaft von Unheilig und feiern ihre zweite Nummer eins in der deutschen Album hitliste nach "A Matter Of Life And Death (Standard Version)" 2006.

Die Band, die in diesem Jahr ihr 35-jähriges Bühnenjubiläum feiert, schaffte zudem zehn weitere Top-Ten-Notierungen in Deutschland: von Platz zehn 1981 mit "Killers" über Rang acht mit "Piece Of Mind" 1983, neun mit "Powerslave" (1984), acht mit "Somewhere In Time" (1986), vier mit "Seventh Son Of A Seventh Son" (1988), sieben mit "No Prayer For The Dying" (1990), fünf mit "Fear Of The Dark" (1992), drei mit "Brave New World" (2000) und zwei mit "Dance Of Death" (2003) bis hin zu Rang sechs 2009 mit "Flight 666 - The Original Soundtrack".

Der Graf alias Unheilig muss mit "Große Freiheit"/"Große Freiheit Live" die Tabellenführung nach neun Wochen am Stück und insgesamt 15 Wochen an der Spitze räumen und sich mit Rang zwei begnügen. Ebenfalls einen Platz verlieren a-ha, die mit "25" nun an dritter Stelle gelistet sind. Lena klettert mit "My Cassette Player" von sechs auf fünf. U2 halten mit "360° - At The Rose Bowl" per Steigerung von Rang 14 auf sieben Wiedereinzug in die Top Ten.

Als Aufsteiger der Woche prescht Bushido mit "Zeiten ändern dich" von 90 auf neun. Geschuldet ist dieser mächtige Satz indes vornehmlich der frischen Veröffentlichung seiner neuen DVD mit CD-Dreingabe, "Zeiten ändern dich - Live durch Europa", deren Verkäufe hier maßgeblich einfließen. Bruce Springsteen entert die Hitliste mit "The Collection 1973-1984" auf Rang 15. Die Acht-CD-Box zum Schnäppchenpreis enthält alle Studioalben, die der "Boss" in dieser Periode veröffentlichte - von "Greetings From Asbury Park, N.J." bis "Born In The U.S.A.". Neu ins Chartsgeschehen ein greifen auch Captain Cook und seine singenden Saxophone mit "Nachts in Rom" (33) sowie Kataklysm mit "Heaven's Venom" auf 35.

Yolanda Be Cool & Dcup sonnen sich mit "We No Speak Americano" in der vierten Woche nacheinander auf dem Gipfel der MusikWoche Top 100 Singles. Hurts liegen mit "Wonderful Life" wie in der Vorwoche an zweiter Position in Lauerstellung. Eminemund Rihanna setzen unterdessen mit ihrem Duett "Love The Way You Lie" ihren Vorwärtsmarsch fort und verbessern sich in dieser Woche von sieben auf drei. Dabei schlagen bislang nur Digitalverkäufe zu Buche.

Dies gilt auch für den Top-Neueinstieg: Für den sorgt US-Rapper Flo Rida im Verbund mit dem französischen Produzenten und DJ David Guetta. Ihre Kollaboration "Club Can't Handle Me" debütiert auf Rang acht. Ich+Ich bringen es mit ihrer neuen Single, "Universum", direkt auf Platz zehn. Und Enrique Iglesias belegt nach der ersten Verkaufswoche seines neuen Titels "I Like It" immerhin Rang zwölf.

In den MusikWoche Top 30 Compilations rührt sich auf den ersten sechs Positionen überhaupt nichts. Auf den Podestplätzen tummeln sich also nach wie vor die "Bravo Hits 70 vor "Ballermann Hits 2010" und "The Dome - Summer 2010". Die einzigen beiden Neuzugänge entstammen der CD-Serie zur RTLII-Quizshow "Just The Best - Der große Musiktest". Die Folge "Party Songs" setzt sich ohne Umschweife auf Platz 16, die Ausgabe "Rock Classics" auf 27.