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Hitbeat: Der Graf wieder König

01.01.1970 01:00 • von Christian Schober

Der Graf alias Unheilig übernimmt mit Große Freiheit" wieder die Tabellenführung in den MusikWoche Top 100 Longplay. Insgesamt verbringt er mit dem mit Platin dekorierten Album mit Unterbrechungen die fünfte Woche auf dem Thron. AC/DC rutschen mit dem Soundtrack-album zu Iron Man 2" hingegen an die zweite Stelle zurück. Den direkten Sprung aufs Treppchen schaffen Bullet For My Valentine mit Fever". Die Metalcore-Band aus Wales führt eine Riege von nicht weniger als sechs Neueinsteigern unter den ersten zwölf Positionen an. Auf Platz vier landet Meat Loaf mit Hang Cool Teddy Bear", während Kate Nash mit My Best Friend Is You" auf Rang sechs einläuft. Madsen bringen ihr neues Werk, Labyrinth" (Limited Edition/Digipak), nach der ersten Verkaufswoche auf Platz sieben, Melissa Etheridge platziert sich mit Fearless Love" auf zehn. Und Gisbert zu Knyphausen, der viel gelobte Liedermacher aus dem Rheingau, debütiert mit Hurra! Hurra! So nicht auf der Zwölf.

In den MusikWoche Top 100 Singles behaupten sich die Castingshow-Sieger Mehrzad Marashi ("Deutschland sucht den Superstar") mit Don't Believe" und Lena Meyer-Landrut ("Unser Star für Oslo") mit Satellite" auf den beiden Top-Plätzen. Marashis Hit aus der Feder von Dieter Bohlen verkaufte laut Sony Music Entertainment Germany allein in der ersten Woche bereits mehr als 100.000 Kopien. Die durch die Anti-"DSDS"-Kampagnen bei Facebook und anderen Communities in der letzten Woche wieder in die Charts gespülten Titel, die Marashis Triumph nicht gefährden konnten, befinden sich auf dem absteigenden Ast: "Stairway To Heaven" von Led Zeppelin rutscht von 15 auf 23, "Boomerang" von Blümchen trotz zwischenzeitlicher physischer Wiederveröffentlichung bei Edel von sieben auf 30. Willy Ehmann, Senior Vice President Sony Music Domestic GSA, sieht das nach wie vor funktionierende Castingshowmodell bestätigt: "Die Chartsrealität belegt eindrucksvoll: Die Sänger, die sich in einem harten, wochenlangen Konkurrenzkampf durchsetzen und per Zuschauervoting die Möglichkeit erhalten, Singles und Alben zu veröffentlichen, erfreuen sich größerer Beliebtheit denn je. Dabei steht die anhaltend hohe Akzeptanz bei den Konsumenten in einem eklatanten Missverhältnis zum Bild in weiten Teilen der Öffentlichkeit."

Wie bei den Alben geht es auch in den Top 100 Singles rauf für Unheilig, und zwar von fünf auf drei mit Geboren um zu leben". Train preschen mit Hey, Soul Sister" von zehn auf sieben. Jason Derülo sichert sich den imageträchtigen Ehrentitel des höchsten Neueinsteigers mit In My Head" auf Platz zehn - hauchdünn vor Kesha, die mit Blah Blah Blah" die Hitliste auf Rang elf entert, einen Punkt vor ihrem ehemaligen Nummer-eins-Song "Tik Tok".

Von Stabilität gekennzeichnet ist die Situation in den MusikWoche Top 30 Compilations, in denen The Dome Vol nun schon seit sechs Wochen das Maß aller Dinge darstellt. Die Bravo Hits 68" schieben sich wieder an die zweite Stelle vor die Bravo Black Hits Vol. Lediglich zwei Neuzugänge gilt es zu konstatieren: Viva Club Rotation Vol auf Rang neun und eine Kopplung mit dem schönen Titel Ohne dich ist alles doof" auf Platz 18.