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Hitbeat: Triumph für Gentleman

01.01.1970 01:00 • von Christian Schober

Tilmann Otto, besser bekannt als Gentleman, stürmt in den MusikWoche Top 100 Longplay mit Diversity" von null auf eins. Der beliebteste deutsche Reggaekünstler verdrängt mit seinem fünften Studioalbum, dem ersten für Universal, Unheilig mit Große Freiheit" auf die zweite Position. Für Gentleman ist dies bereits der zweite Spitzenreiter seiner Karriere in der deutschen Longplay-Hitliste nach seinem Erfolg mit "Confidence" 2004. Anno 2007 verbuchte er zudem noch eine Nummer zwei mit "Another Intensity". Im Zuge des aktuellen Albumtriumphs verbessert sich Gentleman auch mit der Single It No Pretty" von 32 auf 19. Der Song verdankt seine zunehmende Popularität nicht zuletzt einem bewegenden Videoclip, den der Fernsehsender RTL II für eine Anti-Gewalt-Kampagne einsetzt. Am 28. April startet Gentleman, der international schon über eine Million Tonträger verkauft hat, in Hamburg eine ausgiebige Tournee zum neuen Album. Die von seiner eigenen Firma Bushhouse Booking organisierte Konzertreise umfasst in den nächsten Wochen und Monaten neben Hallenshows und Festivalauftritten in Deutschland auch Gastspiele in Österreich, der Schweiz, Polen, Frankreich, Belgien, den Niederlanden, Spanien und Portugal.

Von Platz vier auf drei der Longplay-Charts verbessern sich die Scorpions mit Sting In The Tail". Ein beachtliches Comeback mit einem Einstieg auf Rang vier gelingt Slash, dem früheren Gitarristen von Guns N' Roses, mit seinem neuen Album, das schlicht den Namen des Künstlers trägt. Einen Top-Ten-Entry legt auf Rang neun auch noch der Hamburger HipHopper Dendemann mit Vom Vintage verweht" hin. Weiter auf dem Weg nach oben ist die walisische Mezzosopranistin Katherine Jenkins, die sich mit ihrer Klassik-Crossover-Kollektion Believe" von Rang 19 auf zehn steigert. Die New Yorker Hipster MGMT schwingen sich mit Congratulations" direkt auf Rang 15, während der Frankfurter Rapper Azad mit Azphalt Inferno 2" auf 18 ins Geschehen eingreift. Neu dabei und sofort im erste Chartsdrittel notiert sind auch der britische Top-Gitarrero Jeff Beck mit Emotion & Commotion" auf Position 30 und die Flensburger Punkrocker Turbostaat mit Das Island Manöver" (31).

Lena Meyer-Landrut bleibt mit Satellite" in der fünften Woche ohne Unterbrechung ganz oben in den Musikwoche Top 100 Singles. Der deutschen Hoffnung für den Eurovision Song Contest am nächsten kommt Mark Medlock: Der "DSDS"-Sieger aus dem Jahr 2007 erobert mit Real Love" auf Anhieb den zweiten Platz und schiebt Stromae mit Alors On Danse" um eine Position nach hinten auf die Drei. Train bringen es mit Hey, Soul Sister" nach der Startwoche unmittelbar auf Rang acht. Signifikant verbessert sich Nena mit In meinem Leben": Der Song macht einen Sprung von Position 24 auf Rang zwölf.

Wie in der Vorwoche belegen der stabile Primus The Dome Vol, die Bravo Hits 68" und die Bravo Black Hits Vol die Medaillenränge der MusikWoche Top 30 Compilations. Dahinter reihen sich drei Neueinsteiger "im Paket" auf den Positionen vier bis sechs ein: Dream Dance 55 - The Best Of Dream House & Trance" vor Germany's Next Topmodel 2010 - The Official Catwalk Hits Taken From The TV Show" und Future Trance - In The Mix Vol.