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PRS verbucht Einnahmeplus

Die britische PRS For Music konnte ihre Einnahmen im Jahr 2009 um 2,6 Prozent auf umgerechnet fast 688 Millionen Euro steigern. CEO Robert Ashcroft streicht heraus, dass wachsende Einnahmen aus digitalen Quellen erstmals die Einbußen im physischen Geschäft auffangen konnten.

16.03.2010 14:57 • von Knut Schlinger
Knapp im Plus: Jahresbilanz der britischen Verwertungsgesellschaft (Bild: PRS-Screenshot)

Die britische Verwertungsgesellschaft PRS For Music konnte ihre Einnahmen im Jahr 2009 um 2,6 Prozent auf 623 Millionen Pfund oder umgerechnet fast 688 Millionen Euro steigern. CEO Robert Ashcroft streicht heraus, dass wachsende Einnahmen aus digitalen Quellen erstmals die Einbußen im physischen Geschäft mit CDs und DVDs auffangen konnten.

So stiegen die Einnahmen der Gesellschaft aus dem Onlineverkauf von Musik um mehr als 72 Prozent oder rund 12,8 Millionen Pfund auf 30,4 Millionen Pfund; die Tantiemeneinnahmen aus dem physischen Verkauf sanken derweil um 8,7 Millionen Pfund.

Allerdings zeigte sich Ashcroft bei der Vorlage der PRS-Jahresbilanz noch nicht wirklich überzeugt, dass hier eine endgültige Trendwende erreicht sei, schließlich seien die Einnahmen der Verwertungsgesellschaft aus dem digitalen Bereich immer noch vergleichsweise gering: "Das neue Jahrzehnt verspricht aber dennoch weiter wachsende Erträge aus dem legalen Digitalgeschäft und aus der internationalen Verbreitung von britischer Musik."

Vor allem die internationalen Tantiemenzahlungen dürften dem erst kürzlich neu als Chef zu PRS For Music gestoßenen Ashcroft Freude bereiten, legten sie doch um gleich 19,4 Prozent auf nunmehr 166,9 Millionen Pfund zu.