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GEMA startet Modellprojekt für Clubs in NRW

Die GEMA ruft ein Modellprojekt ins Leben, das Spielstätten für ihr Engagement im Bereich Nachwuchsförderung mit günstigeren Abgabesätzen unterstützen soll. Das Projekt geht auf eine Initiative des Landesmusikrats NRW zurück und richtet sich entsprechend an Clubs in Nordrhein-Westfalen.

09.12.2009 16:59 • von Knut Schlinger
Will Nachwuchs fördern: Harald Heker (Bild: Stephan Görlich)

Die GEMA ruft Anfang 2010 ein Modellprojekt ins Leben, das Spielstätten für ihr Engagement im Bereich Nachwuchsförderung mit günstigeren Abgabesätzen unterstützen soll. Das zunächst auf eine Laufzeit von einem Jahr ausgelegte Projekt geht nach Informationen der Verwertungsgesellschaft auf eine Initiative des Landesmusikrats NRW zurück, und richtet sich in der Projektphase entsprechend an Clubs in Nordrhein-Westfalen. Das "eigens für junge Urheber entwickelte Modellprojekt zur Nachwuchsförderung" sei ein "weiterer Teil der strategischen Neuausrichtung" der Verwertungsgesellschaft, heißt es aus München.

Das Konzept richte sich "an kommerzielle Spielstätten aus Rock, Pop und Jazz, welche in besonderem Maße aktive Nachwuchsförderung und Kulturarbeit leisten". Anstelle von bislang pauschal ermittelten Abgaben nach den Vergütungssätzen U-VK solle hier künftig eine "im Hinblick auf die besondere ökonomische Situation in der Nachwuchsförderung faire, prozentuale Beteiligung der Urheber in Höhe von sechs Prozent der Umsätze aus Kartenverkäufen" erhoben werden: "Damit beteiligen sich auch die Urheber am wirtschaftlichen Risiko bei diesen Veranstaltungen."

Gegenüber der Lizenzierung nach der Härtefallnachlassregel soll sich für die Spielstätten nach GEMA-Rechnung ein wirtschaftlicher Vorteil von 40 Prozent ergeben; zugleich werde "die Mindestvergütung um über 30 Prozent auf 15 Euro abgesenkt".

Das Auswahl- und Vergabeverfahren sei in Abstimmung mit dem Musikreferat der Staatskanzlei NRW entwickelt worden, heißt es. Eine unabhängige und vom Landesmusikrat NRW berufene Fachjury solle die jeweiligen Förderempfehlungen aussprechen. Nach Ablauf der einjährigen Probephase "werden GEMA und Landesmusikrat anhand der Evaluierungsergebnisse gemeinsam entscheiden, ob und in welcher Form das Modell fortgeführt und bundesweit ausgeschrieben werden soll".

"Die GEMA braucht ihren Nachwuchs und unterstützt ihn selbstverständlich im Rahmen ihrer Möglichkeiten", sagt Dr als Vorstandsvorsitzender der GEMA: "Ich freue mich, dass uns der Landesmusikrat Nordrhein-Westfalen bei diesem Modellversuch als Experte vor Ort zur Seite steht."