Musik

Louisville dockt bei Roadrunner an

Produktionen des Berliner Independents Louisville Records erscheinen künftig per Vertriebs- und Lizenzdeal über Roadrunner Records und gelangen im Vertrieb von Warner Music in den Handel.

03.02.2009 14:01 • von Knut Schlinger

Produktionen des Berliner Independents Louisville Records erscheinen künftig per Vertriebs- und Lizenzdeal über Roadrunner Records und gelangen im Vertrieb von Warner Music in den Handel:

"Wir haben einen weltweit gültigen Vertrag mit Louisville geschlossen", erklärt Roadrunner-Geschäftsführer Henk Hakker im Gespräch mit MusikWoche. "Für die Region GSA handelt es sich um einen Vertriebsdeal, für den Rest der Welt um einen Lizenzdeal." Er strebe an, Louisville-Themen künftig europaweit zum gleichen Zeitpunkt herauszubringen. Dabei baut er im physischen und im digitalen Geschäft auf die gewachsene Partnerschaft mit Warner Music, einzig für den britischen Markt halte er Ausschau nach einem unabhängigen Vertriebspartner. Zudem sind Veröffentlichungen in Japan bereits fest eingeplant, die USA seien bislang aber noch "außen vor". Hakker rechnet mit vier bis fünf gemeinsamen Album-Veröffentlichungen pro Jahr.

Als erstes gemeinsames Projekt der neuen Partner steht hierzulande am 13. März das Album "Rubber & Meat" von Kissogram zur Veröffentlichung an. Passend dazu geht das Berliner Elektropop-Duo im Frühjahr mit Franz Ferdinand auf Tournee durch Europa. Anfang April folgt mit "One Day" ein neuer Longplayer von Maximilian Hecker, der erst kürzlich neu zum Louisville-Team stieß.

Zum Künstlerstamm von Louisville, dem Label von Patrick und Yvonne Wagner, zählen außerdem Bands wie Navel, Jeans Team, Naked Lunch oder das Berliner HipHop-Puppentheater Puppetmastaz. "Wir freuen uns auf diese wunderbare Melange aus beiderseitigem Wahnsinn und einer großartigen Struktur, die es uns ermöglicht, unsere Künstler auch außerhalb von GSA zu veröffentlichen", lassen die Berliner Label-Macher wissen. In den vergangenen vier Jahren hatte sich Universal als Vertriebspartner um das Louisville-Repertoire gekümmert.