Musik

Peter Heppner meldet sich im Wolfsheim-Streit zu Wort

Am 6. Oktober hatte Wolfsheim-Gründer Markus Reinhardt angekündigt, beim Rechtsstreit mit Sänger Peter Heppner in die Berufung zu gehen. Dies hält Heppner, der über Reinhards Vorgehen "persönlich sehr enttäuscht" sei, für aussichtslos.

01.01.1970 01:00 • von Dietmar Schwenger

Am 6. Oktober hatte Wolfsheim-Gründer Markus Reinhardt angekündigt, beim Streit um die Ausschließung von Sänger Peter Heppner in die Berufung zu gehen. Dies hält Heppner für aussichtslos.

In einer Mitteilung von Heppners Management, erklärt Heppner: "Nachdem mein Bandkollege Markus Reinhardt mit seiner Klage gegen mich vor dem Landgericht Hamburg vollumfänglich gescheitert ist, nehmen ich mit Bedauern zur Kenntnis, dass Markus Reinhardt die Sache trotz der eindeutigen Entscheidung des Landgerichts nun offenbar in der Berufung weiter verfolgen möchte. Ohne dem Hanseatischen Oberlandesgericht vorgreifen zu wollen, rechne ich damit, dass das Berufungsgericht die Sache wegen Aussichtslosigkeit zurückweisen wird."

Heppner sei persönlich sehr enttäuscht über Reinhardts Vorgehen, vor allem weil er sich dem Vorschlag des Gerichts, einen Vermittler einzuschalten, nicht anschließen mochte. Weiter heißt es: "Es stimmt nicht, wenn Markus Reinhardt vortragen lässt, ich habe nicht an einem neuen Wolfsheim-Album arbeiten wollen. Das Gegenteil ist der Fall. Nach meiner Überzeugung sollte eine Auseinandersetzung wie diese zudem nicht in einem Gerichtssaal ausgetragen werden, sondern in persönlichen Gesprächen gelöst werden."

Auch habe Reinhardt Vermittlungsversuche eines gemeinsamen Verlegers wie auch eines Anwalts zurückgewiesen, sagt Heppner. Auch Appelle von Freunden hätten nicht gewirkt. "Ich hoffe, dass Markus diesen Irrweg, den er meint einschlagen zu müssen, wieder verlassen kann. Dies wäre im Interesse von Wolfsheim und den Fans."

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