Musik

MME übertrifft eigene Erwartungen

Nachdem die MME Moviement AG ihre Ziele für das vergangene Jahr mehr als erreicht hat, hofft das Unternehmen für dieses Jahr auf einen Umsatz im dreistelligen Millionenbereich.

30.03.2006 09:23 • von Jochen Müller

Die MME Moviement AG hat im vergangenen Jahr einen Umsatz von 87,7 Mio. Euro erzielt und damit nicht nur den Proforma-Wert aus dem Jahr 2004 von 80,9 Mio. Euro, sondern auch die eigenen Planungen von 84 Mio. Euro übertroffen. Wie das Unternehmen heute mitteilt, sei das Ebitda vom Proforma-Wert von 7,6 Mio. Euro im Jahr 2004 auf 8,8 Mio. gestiegen, das Ebit von 5,1 auf 6,8 Mio. Euro. Der Jahresüberschuss habe von 3,2 auf 4,1 Mio. Euro gesteigert werden können. "Wir haben 2005 unsere Position als größtes unabhängiges Programmhaus gefestigt und unsere gesteckten Ziele erreicht. Ein wichtiger Schritt 2005 war der Erwerb der white balance GmbH von Jörg Pilawa, mit der wir unsere TV-Präsenz vor allem in der wichtigen Prime Time in der ARD erweitern", kommentierte der MME-Vorstandsvorsitzende Martin Hoffmann die Zahlen des vergangenen Jahres. Als ebenfalls "ganz entscheidend" nannte Hoffmann den Erfolg der filmpool GmbH, "die durch eine intensive Formatpflege die hohe Zuschauerattraktivität unserer täglichen Court- und Realityformate behaupten konnte".

Für das laufende Jahr wolle MME laut Hoffmann seine Marktposition weiter ausbauen. Dazu beitragen sollen u.a. die Prime-Time-Show "Wie alt sind wir wirklich?", die Umzugs-Doku "Unser neues Leben" und eine neue Reality-Serie mit Tim Mälzer. Darüber hinaus plant MME ein großes Event-Movie über die Flucht aus der Prager Botschaft im Jahr 1989. Ebenfalls neu sei die Zusammenarbeit der MME-Tochter Allmedia Pictures mit Produzent Jürgen Kriwitz und Regisseur Dieter Wedel, die mit "Mein alter Freund Fritz" für das ZDF startet. Nicht mehr im Portfolio von MME ist dagegen ab April "Top of the Pops", da RTL die wöchentliche Chartshow nach Ablauf der aktuellen Staffel aus dem Programm nimmt.

Insgesamt rechnet MME Moviement für das laufende Jahr bei unveränderten Rahmenbedingungen, bei Eintritt des zu erwartenden Wachstums der Nettowerbeeinnahmen der TV-Sender, stabilem Programmportfolio und Akzeptanz der neuen Programme mit einer Umsatzsteigerung auf bis zu 100 Mio. Euro. Das Ebit sollte dabei nach dem planmäßigen Wegfall der akquisitionsbedingten Abschreibungen aus dem Erwerb der moviement AG überproportional steigen, so die Einschätzung des Unternehmens.

Der Aktienkurs der MME Moviement AG schwankte an der Frankfurter Börse in den vergangenen drei Monaten zwischen 4,75 Euro (Mitte Januar) und 6,11 Euro (Mitte Februar). Der heutige Eröffnungskurs lag mit 6,06 Euro exakt auf dem Niveau des gestrigen Schlusskurses.