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c/o pop präsentiert Rahmenplan für Oktober

Mit Hugs and Kisses in den Herbst: Das eigentlich für April in Köln geplante c/o pop Festival und die c/o pop Convention hatten die Veranstalter absagen müssen. Nun stellt cologne on pop die Weichen für eine alternative Veranstaltung im Oktober. Den ganz eigenen Charakter dieser Special Edition soll zudem ein frischer Namenszusatz betonen.

30.06.2020 14:34 • von
Planen für den 21. bis 24. Oktober 2020 mit hybriden Formaten für Festival und Kongress beim Kölner Branchentreff: Norbert Oberhaus (links) und Ralph Christoph (Bild: MusikWoche)

Mit Hugs and Kisses in den Herbst: Die eigentlich für den 22. bis 26. April in Köln geplante 17. Ausgabe von c/o pop Festival und c/o pop Convention hatten die Veranstalter aufgrund der Corona-Pandemie kurzfristig absagen müssen. Nun stellt das Team von cologne on pop die Weichen für eine alternative Veranstaltung im Oktober. Den ganz eigenen Charakter dieser Special Edition soll zudem ein frischer Namenszusatz betonen: Statt c/o pop 2020 heißt das Event nunmehr c/o pop xoxo.

Steigen soll diese Sonderausgabe vom 21. bis zum 24. Oktober 2020. Dann stehen vier Tage lang hybride Formate mit gestreamten Konzerten, Talks, Workshops und neuen interaktiven Formaten auf der Agenda. Die Veranstalter versprechen "ein neuartiges, spannendes, und dennoch situatives Event", das "klassische Konzertauftritte mit neuen digitalen Formaten" mische.

Obwohl das kulturelle Leben in Zeiten der Coronavirus-Pandemie ein anderes geworden und ein "Back-to-normal"-Szenario "noch lange nicht in Sicht" sei, habe man sich fest vorgenommen, "dass Köln im Herbst sein Festival bekommt!"

"Wir alle sehnen uns doch zurück nach dem Gemeinschaftserlebnis bei Konzerten, nach der Umarmung und der Glückseligkeit nach einem Wahnsinns-Auftritt einer tollen Band", fasst Norbert Oberhaus als Geschäftsführer von cologne on pop zusammen. "Wir wollen uns alle dringend wieder mit anderen austauschen." Genau das wolle man mit der Umsetzung von c/o pop xoxo "ein Stück transportieren" und so "virtuelle Hugs and Kisses" verteilen, sagt Oberhaus: "Unsere Branche steht vor der womöglich größten Herausforderung aller Zeiten. Unsere Aufgabe als Festival- und Branchentreff kann es daher nur sein, diese Krise auch als Chance für neue Formate zu sehen. Und weil wir deutlich machen wollen und müssen: ohne uns, die Kreativen, Künstler*innen und Kulturschaffenden, geht es nicht."

Die c/o pop xoxo will denn auch unter Corona-Auflagen eine Brücke von Konzerten unter Social-Distancing-Bedingungen zu interaktiven Live-Formaten schlagen, "ohne dabei den Kerngedanken des ursprünglichen c/o pop Festival-Programms aus den Augen zu verlieren: als Entdeckerfestival den popmusikalischen Nachwuchs zu fördern und zu stärken", heißt es aus Köln.

So bleibe es auch für den Herbst 2020 das große Ziel, "die interessantesten Künstler*innen und Bands aus Köln, NRW und ganz Deutschland auf ihrem Weg zu begleiten, dabei einem neugierigen Publikum zu präsentieren und sie mit Branchenprofis aus dem In- und Ausland in Kontakt zu bringen und zu vernetzen".

Um die c/o pop xoxo als pandemiegerechtes Event sicher durchführen zu können, planen die Veranstalter ihr Festival und ihre Branchenkongress auf deutlich weniger Bühnen, wollen die Veranstaltungen dafür aber zusätzlich "auf einer Multi-Channel-Plattform auch digital" ausspielen.

Derzeit arbeite man "mit Hochdruck" am detaillierten Ablauf und am Line-Up, sagt Oberhaus, der zudem einen ersten Ausblick gibt: "Aus dem Herbrand's in Köln-Ehrenfeld produzieren und senden wir zum Beispiel über vier Tage unterschiedlichsten Content rund um das Thema Popkultur: Konzerte, Interviews, Lesungen, Talks, Workshops und Showacses aller Art. Ergänzt um Aktivitäten in unseren Social-Media-Kanälen. Plus Networking und persönlichen Austausch unter Einhaltung aller gültigen Hygiene- und Sicherheitsregeln, denn die Gesundheit hat oberste Priorität."

Das Programm der Herbstausgabe c/o pop xoxo soll in den kommenden Wochen stehen und veröffentlicht werden. Partner wie PopNRW oder VUT bleiben dabei auch für den Herbst mit an Bord, ebenso Fördergeber aus Bund, Land und Stadt sowie Europa. Angesichts der derzeit zahlreich gestreamten Wohltätigkeitskonzerte betont Ralph Christoph zudem den für die von der Krise getroffenen Künstlern nicht unerheblichen Aspekt der Monetarisierung: "Wir zahlen Gagen."