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Festspiele MV starten alternative Konzertreihe mit Livepublikum

Die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern lancieren mit der Konzertreihe "30 - mal anders" ein alternatives Liveprogramm für diesen Sommer wieder mit Besuchern vor Ort - natürlich unter Wahrung der Pandemie-Vorgaben.

04.06.2020 15:34 • von Frank Medwedeff
Will in enger Abstimmung mit den Gesundheitsbehörden Livekonzerterlebnisse möglich machen: Intendant Markus Fein (Bild: Festspiele Mecklenburg-Vorpommern)

Wegen der Corona-Maßnahmen mussten auch die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern, die in diesem Sommer ihr 30-jähriges Jubiläum feiern wollten, abgesagt werden. Das Team des Klassikfestivals lanciert nun aber als Alternative eine Konzertreihe namens "30 - mal anders" mit Übertragungen im Netz, aber auch wieder mit Livepublikum - unter Wahrung der Pandemie-Vorgaben und in enger Abstimmung mit den zuständigen Gesundheitsbehörden.

Intendant Markus Fein erklärt: "Auch in dieser schwierigen Zeit möchten wir diesem wunderbaren Bundesland und unserem Publikum etwas zurückgeben. Mit '30 - mal anders' bringen die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern mit eigens kreierten und nach Corona-Vorgaben geplanten Konzerten Kultur ins Land. Selbstverständlich hat die Gesundheit des Publikums, der auftretenden Künstlerinnen und Künstler und des gesamten Festspielteams oberste Priorität. Trotzdem möchten wir mit allen Gästen und Beteiligten unvergessliche Konzertmomente erleben."

Zu den Sicherheitsmaßnhamen gehört, dass der Vorverkauf ausschließlich über den telefonischen Kartenservice der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern unter 0385 5918585 erfolgt. Beim Kaufvorgang werden Kontaktdaten der Konzertgäste erfasst, die im Falle einer Infektion im Rahmen des Konzertes an das Gesundheitsamt gemeldet werden müssen. Mit dem Erwerb einer Konzertkarte stimmen die Besucher der Weitergabe Ihrer Daten in diesem Fall automatisch zu. Aufgrund der Pandemievorgaben werde es zur Vermeidung von Schlangen keine Abendkasse geben. Alle Tickets werden im Vorfeld per Post versandt.

Am 13. Juni 2020 um 18:00 Uhr präsentieren Mitglieder der NDR Radiophilharmonie beim Eröffnungskonzert des sogenannten #netzspielsommers in der Neubrandenburger Konzertkirche ein kammermusikalisches Programm mit Werken von Brahms und Mendelssohn Bartholdy. Im Anschluss wird das Kammerensemble deep strings im Foyer der Konzertkirche eine Melange aus Kammerjazz, Pop und Chanson darbieten. Beide Veranstaltungen werden über die Homepage des NDR und der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern gestreamt.

In enger Abstimmung mit den Gesundheitsbehörden planen die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern eine Publikumspräsenz von 75 Personen vor Ort ein. Der Vorverkauf über den genannten telefonischen Kartenservice der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern starte, "sobald die zuständigen Behörden alle erforderlichen Genehmigungen erteilt haben".

Am 14. Juni, dem zweiten Tag des #netzspielsommers, präsentieren die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern Konzerte, Grußbotschaften der Festspielpreisträgerinnen und -träger, Gespräche sowie Film- und Konzertaufnahmen aus dem Festspielarchiv. Neben einem speziellen Kinder- und Familienprogramm werde es unter anderem Porträts und Konzerte von Martynas Levickis, Alexej Gerassimez, Daniel Müller-Schott und Nils Mönkemeyer geben. Ab 11:00 Uhr ist das Programm per Onlinestream beim NDR und den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern zu sehen.

Bereits am 12. Juni steigt ein "Rettungsschirmkonzert " auf dem Gelände von Schloss & Gut Ulrichshusen mit den Festspielpreisträgern vom Signum saxophone quartet um 18:00 Uhr in der Festspielscheune. Im Anschluss ist ein kleines Open-Air-Konzert im Park anberaumt, bei dem die Besucherinnen und Besucher mit mitgebrachten Regenschirmen bildlich den Rettungsschirm für die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern aufspannen sollen.

Die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern planen für "30 - mal anders" weitere Konzerte - etwa mit Cellist Daniel Müller-Schott und Annika Treutler am Klavier, dem Klarinettisten Matthias Schorn, dem Armida Quartett, der sizilianischen Sängerin Etta Scollo und dem Vokalensemble amarcord. Der Vorverkauf werde jeweils zwei Wochen vor dem jeweiligen Konzertdatum starten, "um auf die aktuellen Pandemievorgaben kurzfristig reagieren zu können".