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Initiative Musik unterstützt Künstler mit 200.000 Euro

Bei der ersten Runde einer Spendenaktion der Initiative Musik und der Startnext-Kampagne sind 200.000 Euro zusammengekommen, die nun an Künstler, Bands und die jeweiligen Booker gehen.

03.06.2020 15:17 • von Dietmar Schwenger
Solidarisch: Unterstützer des Hilfsprogramms der Initiative Musik (Bild: Initiative Musik)

Bei der ersten Runde einer Spendenaktion der Initiative Musik und der Startnext-Kampagne sind 200.000 Euro zusammengekommen, die nun an Künstler, Bands und die jeweiligen Booker gehen. Acts wie Alice Merton, Anna Depenbusch, Barbara Morgenstern, Berge, Bosse, Cosmo Klein, Deichkind, Drangsal, Fiva, Giant Rooks, Gurr, Hannah & Falco, Mantar, Meute, das Moka Efti Orchestra und Romano haben die Aktion unterstützt.

Über die Vergabe der Spendengelder entschied ein Ausschuss aus der Jury der Künstlerförderung der Initiative Musik, an dem Mark Chung mitwirkte: "Die hohe Zahl von Anträgen hat noch einmal verdeutlicht, wie verheerend die Wirkung der gesundheitspolitischen Maßnahmen für alle live auftretenden Musikerinnen und Musiker ist. Fast alle Anträge waren nachvollziehbar und hätten Unterstützung gerechtfertigt", sagt der VUT-Vorstandsvorsitzende und geschäftsführende Gesellschafter des Freibank Musikverlags als Mitglied im Aufsichtsrat der Initiative Musik.

"Wir sind sehr dankbar für das höher als erwartete und immer noch eingehende Spendenaufkommen. Mit den vorhandenen Mitteln konnte trotzdem nur ein sehr kleiner Anteil der Anträge positiv beschieden werden", so Chung weiter. "Wir hoffen, dass die Gelder, die wir vergeben konnten, die Empfängerinnen und Empfänger in einer schwierigen Zeit unterstützen."

Mit den aktuellen Spendeneinnahmen können 176 Solokünstler und Bands sowie ihre Booker unterstützt werden. Für das Hilfsprogramm bewerben konnten sich Acts aus Deutschland, die wegen der fehlenden Einnahmen aus Club- und Festivalauftritten in der Zeit vom 13. März bis Ende Mai 2020 in eine finanzielle Notlage geraten sind. Dabei mussten die Musiker für den Zeitraum mindestens fünf ausgefallene Shows nachweisen. Die Höhe des Zuschusses aus dem Hilfsprogramm beträgt 1000 Euro pro Act. Zusätzlich war es möglich, einen Zuschuss von 250 Euro für die jeweiligen Booker zu beantragen.

"Wie groß der Bedarf tatsächlich ist, zeigte sich an der Anzahl der Anträge. Es gingen 1932 Anträge mit einem Durchschnitt von 7,5 ausgefallenen Konzerten im In- und Ausland pro Antragstellendem ein. Insgesamt wurden Auftritte in 94 Ländern angegeben", informiert die Initiative Musik, die die Aktion nun fortsetzt. Eine weitere Runde des Hilfsprogramms ist für Ende Juli beziehungsweisezw. Anfang August 2020 geplant.

"Wir sind über die riesige Resonanz an Spenden begeistert", freut sich Ina Keßler, Geschäftsführerin Initiative Musik. "Insgesamt haben wir zum jetzigen Zeitpunkt über unsere Spendenkonten und die Startnext-Kampagne schon 200.000 Euro gesammelt. Die ersten 150.000 Euro davon werden heute ausgezahlt. Sobald die Gelder der Startnext-Kampagne auf unserem Konto sind, werden weitere Zusagen und die Überweisung von 50.000 Euro möglich. Wir bedanken uns herzlich für jede einzelne Spende."

Für das Hilfsprogramm hat die Initiative Musik in den vergangenen sechs Wochen von über 2200 Privatpersonen und Unternehmen Spenden erhalten. Darunter sind Musiker wie Cosmo Klein und das Moka Efti Orchestra sowie die Firmen Concord und Spotify.

Die Initiative Musik passt derzeit alle weiteren Förderprogramme an die Corona-Lage an. So können im Clubprogramm Live 100 mittlerweile auch Live-Streamings von Konzerten für den Zeitraum des verordneten Veranstaltungsverbotes eingereicht und abgerechnet werden.