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PPL schüttet Rekordsumme aus

Die PPL zahlt 271,8 Millionen Pfund an Künstler und Rechteinhaber aus - zehn Prozent mehr als im Vorjahr und ein neuer Rekord der britischen Verwertungsgesellschaft, die die Ausschüttung wegen der Corona-Krise vorgezogen hat.

03.06.2020 12:27 • von Dietmar Schwenger
Schüttet mehr aus: Peter Leathem, CEO PPL (Bild: PPL)

Die PPL zahlt 271,8 Millionen Pfund an Künstler und Rechteinhaber aus. Das sind 25 Millionen Pfund und zehn Prozent mehr als im Vorjahr und ein neuer Rekord der britischen Verwertungsgesellschaft, die die Ausschüttung wegen der Corona-Krise vorgezogen hat, damit wegen der Pandemie in Not geratene Künstler eher an ihre Gelder kommen.

Die Zuwächse kamen dabei von allen drei Umsatzsäulen der PPL: Aufführungsrechte und Online-Erlöse wuchsen um zwei Prozent auf 85.5 Millionen Pfund, die Gelder aus Aufführungsrechten und Synch kletterten um acht Prozent auf 99,6 Millionen Pfund und internationale Einnahmen um 22 Prozent auf 86,7 Millionen Pfund.

Die Zuwächse im internationalen Bereich kamen auch von einigen Collective-Management-Organisationen (CMO) unter anderem in Deutschland. Zudem erhielt die PPL erstmals Gelder aus Afrika und Lateinamerika. Die Gesellschaft hat inzwischen 95 internationale Vereinbarungen mit Partnerorganisationen. In Großbritannien gehen die Ausschüttungen nun an 108.000 Künstler und 11.000 Rechteinhaber. Erstmals hat hat die Gesellschaft damit Gelder an mehr als 100.000 verschiedene Künstler ausgezahlt.

"2019 war ein positives Jahr für die PPL, in dem wir Rekordumsätze erzielen und Aufführungstantiemen an mehr Künslter und Rechteinhaber auszahlen konnten als jemals zuvor", sagt Peter Leathem, CEO PPL. Die Stärke der Verwertungsgesellschaft bedeute, dass die PPL zusätzliche Schritte machen konnte, um den Mitgliedern und der gesamten Branche in der aktuellen Krise zu helfen. So habe man bereits im März 87,6 Millionen Pfund an gut 26.000 Künstler und Rechteinhaber ausgezahlt sowie weitere Ausschüttungen in der Höhe von 23,9 Millionn Pfund an über 15.000 Künstler und Rechteinhaber. "Auch werden wir uns weiterhin an Hilffonds für die Branche beteiligen, um diejenigen zu unterstützen, die es in diesen Zeiten am nötigsten brauchen."