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Björn Ulvaeus übernimmt CISAC-Präsidentenamt von Jean-Michel Jarre

Die CISAC hat einen neuen Präsidenten: Die internationale Dachorganisation der Verwertungsgesellschaften wählte bei einer virtuellen Sitzung Björn Ulvaeus an die Spitze. Das Abba-Mitglied tritt damit die Nachfolge von Jean-Michel Jarre an.

29.05.2020 10:22 • von
Fungiert für die kommenden drei Jahre als Präsident der CISAC: Abba-Mitglied Björn Ulvaeus (Bild: Byline, TT News Agency, Zap PR)

Die CISAC hat einen neuen Präsidenten: Die Mitglieder der internationalen Dachorganisation der Verwertungsgesellschaften wählten bei einer virtuellen Generalversammlung den Schweden Björn Ulvaeus für die nächsten drei Jahre an die Spitze. Das Abba-Mitglied tritt damit die Nachfolge des französischen Produzenten Jean-Michel Jarre an, der in den vergangenen sieben Jahren als Cheflobbyist der Kreativschaffenden inne hatte und sich in dieser Zeit auf weltweiter Basis für eine faire Entlohnung von Urhebern einsetzte.

Björn Ulvaeus zählt zusammen mit seinem langjährigen Abba-Partner Benny Andersson zu den erfolgreichsten Songwriter-Duos der Popgeschichte.

Bei derGEMA, die zu den mehr als 230 Verwertungsgesellschaften aus über 120 Ländern unter dem Dach der CISAC gehört, begrüßt der Vorstandsvorsitzende Harald Heker die Wahl und lobt Björn Ulvaeus als einen "international erfolgreichen Musiker und Autor" sowie als einen "entschlossenen Verfechter der Rechte aller Urheber weltweit". Heker ergänzt: "Schon in den Verhandlungen rund um die EU-Urheberrechtsrichtlinie hat er seine Stimme und seine Bekanntheit erfolgreich eingesetzt. Ich bin überzeugt, dass er mit derselben Vehemenz und Leidenschaft sein Amt als Präsident der CISAC ausüben wird." Angesichts der rasanten Entwicklung im internationalen Musikmarkt übernehme Björn Ulvaeus "eine anspruchsvolle Aufgabe", betont Heker: "Ich freue mich auf die Zusammenarbeit."

Der Komponist und Textdichter Björn Ulvaeus selbst wertet es als Glück, mit seiner Kunst großen Erfolg zu haben: "Jetzt, als Präsident der CISAC, freue ich mich auf diese neue Aufgabe und will versuchen, die nächste Generation von Urhebern bei ihrer Arbeit zu unterstützen." Er verspricht, sich "für bessere und gerechtere Bedingungen für Kreativschaffende" einsetzen zu wollen: "Was mich außerdem interessiert: Wie können die von uns aktuell verwendeten digitalen Technologien noch besser dabei helfen, dass die Arbeit von Kreativen fairer entlohnt wird und sie mehr Tantiemen erhalten? Die Möglichkeiten, die uns offen stehen, sind vielversprechend und ich bin schon sehr gespannt auf unsere Zusammenarbeit."

Jean-Michael Jarre rückte 2013 an die Spitze der CISAC und wurde 2016 wiedergewählt.

Die unter dem Dach der CISAC versammelten Organisationen vertreten die Interessen von mehr als vier Millionen Urhebern und stehen für Lizenzeinnahmen und Tantiemen in in einem weltweiten Volumen von 9,6 Milliarden Euro.