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Charts KW 22: Ben Zucker als Wiedereinsteiger vorn

Ben Zucker springt mit "Wer sagt das?!" als Wiedereinsteiger erstmals in seiner Karriere auf die Pole Position der Top 100 Longplay. Hierfür zeichnet die neue "Zugabe!" des Studioalbums verantwortlich. Bei den Singles behauptet Apache 207 mit "Fame" die Tabellenführung.

22.05.2020 16:21 • von Frank Medwedeff
Auf dem Chartsgipfel angekommen: Ben Zucker (Bild: Universal Music)

Ben Zucker springt in den Offiziellen Deutschen Charts mit "Wer sagt das?!" als Wiedereinsteiger erstmals in seiner Karriere auf die Pole Position der Top 100 Longplay. Hierfür zeichnet vornehmlich die gerade von Airforce1/Electrola in mehreren Varianten veröffentlichte neue Version, "Wer sagt das?! Zugabe!", verantwortlich, die GFK Entertainment chartstechnisch mit dem 2019er Studioalbum zusammenzählt. Sie ist erhältlich als Set mit drei CDs, als DVD, Blu-ray oder als "Super Deluxe Edition" mit diesen Produkten vereint und um eine Bonus-DVD mit einer Dokumentation erweitert. Im Zentrum der "Zugabe!"-VÖs steht der Mitschnitt des jüngsten Tourfinales des Schlagersängers mit der markant rauen Stimme aus der Mercedes-Benz Arena in Berlin. Dazu sind auf den CDs außer dem originalen Studioalbum, das vor knapp einem Jahr Rang drei der Offiziellen Deutschen Charts erreichte, noch zusätzlich fünf neue Songs enthalten.

Joe Chialo, Executive Vice President A&R Universal Music Central Europe and Africa und Managing Director Airforce1 Records, kommentiert: "Mit 'Wer sagt das?! Zugabe!' direkt auf Platz eins der deutschen Albumcharts zu stürmen und damit den Erfolg des Originalalbums noch zu übertreffen, unterstreicht eindrucksvoll, wie sehr sich Ben als Künstler weiterentwickelt hat und jetzt verdient ganz oben angekommen ist. Ein Dankeschön an die Fans, die ihn von Anfang an so großartig unterstützt haben, und meinen Glückwunsch an Ben - aber auch an das gesamte Team von Airforce1 und Universal - für diesen grandiosen Erfolg!"

Die englische Gothic-Metal und Dark-Rock-Institution Paradise Lost entert die deutsche Albumhitliste als höchster Neuzugang mit "Obsidian" auf Rang zwei. Dies ist die beste Platzierung ihrer 32-jährigen Bandgeschichte hierzulande, wie die Chartsermittler von GfK Entertainment bestätigen.

Neu dabei auf Platz drei ist "Sommer, Sonne, Honolulu", das neue Studioalbum des Schweizer Schlagertrios Calimeros. Bandgründer und Frontmann Roland Eberhart sagt: " Wir freuen uns riesig über diesen Erfolg und danken allen, die das möglich gemacht haben. Und natürlich geht der Dank an unsere Fans, die - obwohl wir gerade nicht live spielen können - uns so die Treue halten!" Ken Otremba, Labelchef von Telamo, verlautet: "Die Calimeros sind ein Phänomen: Die derzeit erfolgreichste Schlagerband Europas schafft es auch mit ihrem 46. Studioalbum wieder in die Top 3 - herzlichen Glückwunsch an Roland, Andy und Chris - wir freuen uns ungemein mit den sympathischen Musikern."

Roman Roselly hält sich mit "Herzenssache" auf Rang vier, während Nico Santos mit seinem gleichnamigen Album um zwei Rangstufen nach unten geht auf die Fünf.

Auf Listenplatz sechs findet sich der Spitzenreiter der Vorwoche, "Kompass zur Sonne" von In Extremo. 40 Jahre nach ihrer Gründung landen die Einstürzenden Neubauten nach der ersten Verkaufswoche von "Alles in Allem" auf Rang sieben - und damit zum ersten Mal überhaupt in den Top 10. Je um eine Stelle nach unten rücken Kerstin Otts "Ich muss dir was sagen" (von sieben auf acht) sowie Sarah Connors "Herz Kraft Werke" (von acht auf neun - einschließlich "Herz Kraft Werke Live"). Neu gelistet auf Rang zehn ist die vollständige Konzertaufnahme "Requiem (Live At Roadburn 2019)" von Triptykon im Zusammenspiel mit The Metropole Orkest.

Die niederländische Sängerin Ilse DeLange, bekannt geworden als Sängerin von The Common Linnets und derzeit Protagonistin bei "Sing meinen Song", ist mit ihrem Soloalbum "Changes" Neueinsteigerin auf Platz 17.

She Hates Emotions heißt ein neues Soloprojekt von Blutengel-Sänger Chris Pohl. Dessen Debüt "Melancholic Maniac" greift auf Position 24 ins Chartsgeschehen ein. Direkt im oberen Drittel der Longplayhitliste landen zudem noch Mobys "All Visible Objects" (Platz 28), "Beethoven Around The World: The Complete String Quartets" von Quatuor Ébène (29) sowie die Punkband Wiens No. 1 mit "Herz aus Stein" (31).

Universal Music beherrscht die Wochenrangliste der Vertriebsfirmen im Longplay-Segment mit 48,6 Prozent Marktanteil. Warner Music nimmt den zweiten Platz ein mit 21,0 Prozent, gefolgt von Sony Music(15,5 Prozent), Believe/GoodToGo (5,7 Prozent) sowie Tonpool Medien (3,1 Prozent).

Apache 207 ist in der zweiten Woche nacheinander der Champion der Top 100 Singles mit seinem neuesten Hit "Fame". Pashanim, Rapper aus Berlin-Kreuzberg mit türkischen Wurzeln, ist auf Rang zwei höchster Neueinsteiger der Woche mit dem Track "Airwaves". Auf Position drei rangieren unverändert die "Emotions" von Ufo361.

An vierter Stelle debütiert "Geht nich gibs nich", eine Kollaboration von KC Rebell und Summer Cem. Platz fünf belegt wie in der Vorwoche The Weeknds Welthit "Blinding Lights".

Schnurstracks in die Top 10 bringt es noch Luciano, dessen neue Single "Maison" an neunter Stelle auftaucht. Sarah Lombardi ist neu dabei auf Platz elf mit dem Song "Te Amo Mi Amor", den sie am 16. Mai beim "Free ESC" auf ProSieben vortrug.

Universal Music bleibt auch bei den Singles die Nummer eins der Vertriebsfirmen anhand eines Wochenanteils von 43,8 Prozent. Sony Music ist hier an zweiter Stelle geführt (29,3 Prozent) - vor Warner Music (15,5 Prozent), Believe/GoodToGo (5,7 Prozent) und Kontor/Edel (2,3 Prozent).

Die "Bravo Hits 109" dominieren weiterhin die Top 30 Compilations. Einziger Neuankömmling der Woche ist hier auf Platz zwei "Eurovision 2020 - A Tribute To The Artists And Songs Featuring The Songs From All 41 Countries". Wie in der Vorwoche an dritter Position rangieren die "Schlagerchampions 2020".

Universal Music ist hier in der Distributorenrangliste mit einem Wochenwert von 77,9 Prozent der Konkurrenz weit enteilt. Sony Music kommt auf 12,8 Prozent, Warner Music auf 4,7 Prozent und Kontor/Edel auf 4,0 Prozent.