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Concertbüro Franken trauert um Phil May von den Pretty Things

Mit einem emotionalen Nachruf verabschiedet sich Peter Harasim, Geschäftsführer Concertbüro Franken, von Pretty-Things-Sänger Phil May, der am 15. Mai im Alter von 75 Jahren gestorben ist.

20.05.2020 12:20 • von Dietmar Schwenger
Standen einst gemeinsam auf der Bühne (von links): Phil May und Dick Taylor von den Pretty Things mit ihrem Veranstalter Peter Harasim (Bild: Helmut Ölschlegel)

Mit einem emotionalen Nachruf verabschiedet sich Peter Harasim, Geschäftsführer Concertbüro Franken, von Pretty-Things-Sänger Phil May, der am 15. Mai 2020 im Alter von 75 Jahren an Komplikationen einer Hüftoperation nach einem Fahrradunfal gestorben ist. Der Sänger und Songwriter schuf mit den Pretty Things in den 60er-Jahren einflussreiche Alben wie "S.F. Sorrow" und nahm innovative Stücke wie "Rosalyn" oder "Don't Bring Me Down" auf.

Peter Harasim war der langjährige Veranstalter der Band und holte die Pretty Things bis zuletzt immer wieder nach Deutschland, wo sie auf energiegeladenen Konzerten ihr Publkum begeisterten. MusikWoche dokumentiert Harasims Nachruf im Wortlauf:

"Phil May war der Sänger meiner lebenslangen Lieblingsband The Pretty Things und ganz sicher einer meiner besten und engsten Freunde und einer der wichtigsten Menschen in meinem Leben. Er war das Idol meiner frühen Jugend und mein Vorbild.

Vor weit über 30 Jahren wurde ich ihr Tourneeagent und ich habe meine Helden auf vielen hundert Konzerten durch ganz Europa begleitet. Phil sagte mal zu mir - als Drummer Skip Alan in Stuttgart nachts ein Hotel zerlegte: 'Du arbeitest immer noch mit den Pretty Things. Früher haben wir das bekanntlich jeden Tag gemacht. Aber nur wegen Dir machen wir das nur noch einmal auf jeder Tournee."

Den letzten Song, den Phil beim Abschiedskonzert der Pretty Things in London vor Tausenden von Menschen und mit Van Morrison und David Gilmour als Gästen gesungen hat, hat er mir namentlich gewidmet. Ich musste damals schon heulen. Ich bin unsagbar traurig und werde wohl stundenlang nicht mehr ansprechbar sein. Ich werde durchs Haus laufen und all die Bilder angucken, die er uns gezeichnet hat - immer wieder zum Geburtstag oder einfach so. Einer der traurigsten Tage meines Lebens ganz sicher."