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Grundl setzt sich für Clubs, Spielstätten und Festivals ein

Kürzlich stellten die Kulturminister von Bund und Ländern ein Konzept für die Öffnungsstrategien des kulturellen Lebens vor. Für Erhard Grundl von Bündnis 90/Die Grünen ist es nicht nachvollziehbar, warum in dem Länder-Papier "die Situation von Clubs, Spielstätten und Festivals kein Thema ist".

18.05.2020 16:31 • von Jonas Kiß
Vermisst ein passgenaues Rettungspaket vom Bund für die Live-Branche: Erhard Grundl von den Grünen (Bild: Erhard Grundl)

Kürzlich stellten die Kulturminister von Bund und Ländern ein Konzept mit gemeinsamen Eckpunkten für die Öffnungsstrategien des kulturellen Lebens vor. In dem Papier spricht sich die Ministerrunde für "eine planvolle Öffnung weiterer kultureller Einrichtungen und Aktivitäten" aus.

Erhard Grundl, kulturpolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, findet es gut und richtig, dass sich die Länder auf Eckpunkte für die Öffnung von Kultureinrichtungen verständigen. Es sei jedoch nicht nachvollziehbar, warum in dem Länder-Papier "die Situation von Clubs, Livemusikspielstätten und Festivals kein Thema ist".

Laut Grundl müssen sich die Länder, Kulturstaatsministerin Grütters und Bundeskanzlerin Merkel auch für die Kultursparten einsetzen, "denen eine Öffnung auf absehbare Zeit noch nicht möglich ist". Denn die bisherigen Rettungspakete würden nicht helfen oder hätten Verschuldungen zur Folge, "die aus dem laufenden Betrieb nie wieder abgebaut werden können".

Auch wenn Länder, wie zum Beispiel Hessen, vereinzelt konkrete Rettungsmaßnahmen für Clubs und Festival anbieten würden, käme "von Bundesseite keinerlei Zeichen, passgenaue Rettungspakete für die Branche aufsetzen zu wollen", so Grundl.

Schon seit April fordern Bündnis90/Die Grünen einen eigenen Kulturrettungsfonds, mit passgenauen Maßnahmen für die jeweiligen Kulturbranchen, der von Experten-Kommissionen erarbeitet werden soll.

Am 11. Mai rief Grundl die Bundesregierung erneut zur Einrichtung eines eigenen Rettungsfonds für die Kultur auf, nun wiederholt der Grünen-Politiker die Forderung. Er erwarte, dass in der anstehenden Minister-Konferenz am 20. Mai mit der Bundeskanzlerin, "nicht nur über die Öffnungsstrategien für Theater, Museen, Ausstellungsflächen und Kinos beraten wird, sondern auch über weitere Hilfsmaßnahmen für Clubs, Livemusikspielstätten und Festivals".