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Fusion Festival abgesagt

Mit dem Fusion Festival, das vom 24. bis 28. Juni in Lärz beim See Müritz hätte stattfinden sollen, steht nun das erste deutsche Großfestival fest, das 2020 ausfällt.

09.04.2020 20:25 • von Dietmar Schwenger
Findet 2020 nicht statt: das Fusion Festival (Bild: Kulturkosmos Müritz)

Mit dem Fusion Festival, das vom 24. bis 28. Juni in   Lärz beim See Müritz hätte stattfinden sollen, steht nun das erste deutsche Großfestival fest,  das 2020 ausfällt. Das vom Verein Kulturkosmos Müritz veranstaltete Festival hat in den vergangenen Jahren jeweils rund 70.000 Besucher angezogen.

"Angesichts der Lage und der Aussichten, die wir jetzt sehen, können wir das Festival in diesem Jahr nicht durchführen", teilen die Veranstalter in einer Mitteilung mit. "Das ist bei aller Bitterkeit der Entscheidung vor allem der gemeinsamen Verantwortung geschuldet, die wir alle haben, damit die COVID-19-Pandemie eingedämmt werden kann. Dies bedeutet, dass dieses Jahr kein Fusion-Festival stattfinden kann. Die nächste Fusion werden wir vom 30. Juni bis 4. Juli 2021 feiern."

Weiter heißt es in der Mitteilung: "Selbst wenn Ende Juni das Schlimmste überstanden wäre und sich dann das Alltagsleben langsam wieder etwas normalisieren würde, wird es nicht möglich oder vertretbar sein, ein Festival mit 70 000 Besucher:innen aus aller Welt zu veranstalten, geschweige denn, dafür eine behördliche Genehmigung zu bekommen."

Den Veranstaltern laufe die Zeit davon, man müsse schon jetzt an den Vorbereitung arbeiten, sitze aber im Lockdown und warte auf Zusagen von unverzichtbaren Partnern, die diese "beim besten Willen" nicht geben könnten. Eine Verschiebung um ein paar Monate sei keine Opption, betonen die Fusion-Macher. "Wir müssen inzwischen davon ausgehen, dass es noch lange dauern kann, bis Festivals wieder stattfinden können."

Zudem gehen die Veranstalter auf die noch nicht vorliegenden Verbote von Veranstaltungen für den Zeitraum ein: "Wir hätten natürlich mit der Absage warten können, bis diese von der Politik angewiesen wird, aber wir wollen in dieser Situation selbstbestimmt entscheiden und sehen die Höhere Gewalt, auch ohne Anordnung der Behörden, zweifelsfrei als gegeben."