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AIM will britische Indies mit einer Million Pfund unterstützen

Der britische Indie-Verband AIM hat einen Fonds für Beschäftigte und Freiberufler im Bereich der unabhängigen Musik eingerichtet, deren Einkommensquelle durch die Covid-19-Pandemie beeinträchtigt wurde.

07.04.2020 13:31 • von Jonas Kiß
Setzt auf die Solidarität im Indie-Bereich: AIM-CEO Paul Pacifico (Bild: AIM)

Während der britische Premierminister Boris Johnson derzeit wegen Covid-19 auf der Intensivstation behandelt werden muss, hat der britische Indie-Verband Association Of Independent Music (AIM) einen Unterstützungsfonds für Beschäftigte und Freiberufler im Bereich der unabhängigen Musik eingerichtet, deren Einkommensquelle durch die Covid-19-Pandemie beeinträchtigt wurde.

Die AIM und ihre Mitglieder haben 500.000 Pfund, umgerechnet rund 567.000 Euro, für den Fonds zugesagt. Weitere Beiträge aus allen Bereichen der Musikindustrie und darüber hinaus seien aber dringend erwünscht, heißt es beim AIM. Das Ziel sei es, in den nächsten zwei Monaten eine Million Pfund an 1000 Arbeiter zu verteilen.

Die Initiative richtet sich an Beschäftigte, die nicht bereits für die verschiedenen Härtefonds für Künstler und Songschreiber in Frage kommen, wie Help Musicians oder PRS Relief Fund. Zu den Berufsgruppen zählen etwa Studiotechniker, Tournee-Crew, Grafikdesigner und Radio-Promoter.

Um sich für den Hilfsfonds zu qualifizieren müsse man ein selbstständiger Unternehmer oder der einzige Angestellte seiner eigenen Firma sein und dürfe derzeit nicht von einem anderen Covid-19-Förderprogramm der Musikindustrie profitieren. Außerdem werde man von einem AIM-Mitgliedslabel nominiert.

Dafür erhalten die Betroffenen bis zu 80 Prozent ihrer verlorenen zugesagten Einkünfte aus einem Projekt bis zu einem Höchstbetrag von 1000 Pfund. Die Zahlungen würden sofort nach der Genehmigung direkt auf die Bankkonten überwiesen.

"Trotz der Initiativen der Regierung und der zunehmenden Unterstützung durch die Musikindustrie bleiben immer noch viele Tausende von Arbeitnehmern ohne die Hilfe zurück, die sie brauchen, um diese schwierige Zeit zu überstehen", erklärt AIM-CEO Paul Pacifico: "Die Stärke des unabhängigen Sektors liegt in seinem Sinn für Solidarität und Gemeinschaft. Wir haben bereits eine äußerst ermutigende Unterstützung für diejenigen gesehen, die sich in Schwierigkeiten befinden, aber es gibt noch mehr zu tun."