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Charts KW 15: Fler flitzt nach vorn

In den Top 100 Longplay der Offiziellen Deutschen Charts rückt Fler von Rang sieben der Vorwoche auf die Pole Position vor, nachdem sein Album "Atlantis" nun auch in physischer Form auf den Markt gekommen ist. Neue Nummer eins bei den Singles ist der HipHop-Track "Du bist mein" von Zuna, Loredana und SRNO.

03.04.2020 16:25 • von Frank Medwedeff

In der vergangenen Woche war Fler mit seinem Album "Atlantis" allein durch Streams und Downloads auf Platz sieben der deutschen Longplaycharts eingestiegen. Nach der mit einer Woche Verspätung am 27. März erfolgten physischen Veröffentlichung rückt der Rapper damit auf die Pole Position vor und verbucht schon sein fünftes Nummer-eins-Album. Wie GfK Entertainment bestätigt, hat Fler (inklusive Labelsamplern) in seiner Gesamtbilanz nun sage und schreibe 24 Titel in den Top 10 der deutschen Albumhitliste aufzuweisen.

Das vielseitige Berliner Duo SDP landet mit "20 Jahre SDP - Die einmalige Jubiläumsshow - Live aus Berlin" den höchsten Neueinstieg auf Platz zwei. Die Top 5 komplettieren ausnahmslos weitere Neuzugänge. So rocken sich Pearl Jam mit "Gigaton", ihrem ersten neuen Studioalbum seit sechseinhalb Jahren, von null auf drei. Dua Lipas "Future Nostalgia" debütiert in Deutschland an vierter Stelle. Die populäre australische Metalcore-Band Parkway Drive kommt mit "Viva The Underdogs", dem Soundtrack zum gleichnamigen Dokumentarfilm mit Live-Aufnahmen vom Wacken Open Air und drei Studiotracks in deutscher Sprache, auf Platz fünf an.

Pietro Lombardis Album "Lombardi" sinkt derweil von Rang zwei auf sechs. 5 Seconds Of Summer bringen ihren Longplayer "Calm" als Neuzugang auf Position sieben. "After Hours" von Weekend geht um drei Stellen nach unten auf die Acht. Der Rammstein-Mitschnitt "Live aus Berlin" ist Wiedereinsteiger auf der Neun, während "Böhse Onkelz" von der gleichnamigen Band von drei auf zehn rutscht.

Der isländische Pianist Vikingur Ólafsson ist mit "Debussy - Rameau" frisch gelistet auf Platz elf. Nach der ersten Verkaufswoche ihrer Werke in die Top 20 schaffen es auch die Prog-Metaller Ayreon mit dem Livealbum "Electric Castle Live And Other Tales" (Platz 14), Brian Fallon, der Anführer von The Gaslight Anthem, mit seiner neuen Soloplatte "Local Honey" (16) sowie die Oberallgäuer Rockband Grenzenlos mit "Keine Einigkeit um Recht und Freiheit" (19). Der nächsthöchste von insgesamt 22 Neueinsteigern ist dann auf der 26 Me And That Man, das Country-, Folk- und Blues-Projekt von Adam Darski, dem Sänger der polnischen Metalband Behemoth, mit "New Man, New Songs, Same Shit Vol. 1".

Universal Music beherrscht die Vertriebsfirmenwertung zu den Top 100 Longplay in dieser Woche nach Belieben mit 67,9 Prozent Marktanteil. Sony Music genügen somit 13,0 Prozent für Platz zwei. Warner Music kommt auf 6,8 Prozent vor Believe/GoodToGo (4,2 Prozent) und 375 Media (4,0 Prozent).

In den Top 100 Singles der Offiziellen Deutschen Charts schnellt das Rap-Stück "Du bist mein" von Zuna in Kollaboration mit Loredana und SRNO von null auf eins. The Weeknd muss sich also nun mit Rang zwei für seinen Renner "Blinding Lights" begnügen, mit dem er zuvor insgesamt acht Wochen an der Spitze stand.

Zwei neue Hits aus dem Deutschrap-Lager folgen auf dem Fuß: "Allein sein" von Ufo361 trifft in der Corona-Lage offenbar den Nerv der Zeit und entert das Tableau auf Rang drei. Neu dabei auf vier ist "Puste sie weg" von Kontra K. Somit geht "Roses" von Saint Jhn im Remix von Imanbek um eine Stelle abwärts auf die Fünf.

Top-10-Einstiege legen auch noch Luciano mit "Trippin'" auf der Acht sowie AK Ausserkontrolle & Shindy mit "Hood" auf der Zehn hin.

Die Distributoren-Rangliste führt auch hier Universal Music anhand eines Wochenanteils von 45,8 Prozent an. Sony Music erreicht 22,5 Prozent, Warner Music 17,9 Prozent, Believe/GoodToGo 10,7 Prozent sowie Kontor/Edel 1,4 Prozent.

In den Top 30 Compilations holen sich die "Bravo Hits 108" nach Rang drei in der Vorwoche dieTabellenführung zurück. "Dein Song 2020" verweilt an zweiter Stelle, und von fünf auf drei klettert "Toggo Music 54".

"Milk & Sugar Miami Sessions 2020" taucht als höchster Neuzugang der Woche auf Position 20 auf.

Auch hier ist Universal Music Primus der Vertriebe anhand eines Wochenanteils von 47,5 Prozent. Sony Music bleibt in Reichweite (37,1 Prozent), und Warner Music belegt mit 8,4 Prozent den dritten Platz vor Kontor/Edel (6,1 Prozent).