Unternehmen

Kobalt macht unterm Strich weiter Verluste

Die Kobalt Music Group verzeichnete im jüngsten Geschäftsjahr erneut ein Umsatzplus. Unterm Strich schrieb das Unternehmen aber weiter Verluste.

31.03.2020 16:26 • von Jonas Kiß
Bilanziert ein "weiteres Jahr des Wachstums": Kobalt-CEO Willard Ahdritz (Bild: MusikWoche)

Die Kobalt Music Group verzeichnete im jüngsten Geschäftsjahr erneut ein Umsatzplus. In den zwölf Monaten bis Ende Juni 2019 nahm das Musikunternehmen konzernweit 543 Millionen US-Dollar ein, umgerechnet rund 491 Millionen Euro. Dies bedeutet einen Anstieg von 35,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, als Kobalt 402,139 Millionen Dollar umsetzte.

Die Einnahmen von AWAL, dem Labelservice von Kobalt, stiegen im letzten Fiskaljahr um 86 Prozent auf 111,5 Millionen Dollar, während der Verlagsbereich den Umsatz im vergangenen Geschäftsjahr auf 405,3 Millionen Dollar steigerte.

Unterm Strich schrieb das Unternehmen aber weiter Verluste. So betrugen die Gesamtverluste 56,7 Millionen Dollar. Im Vorjahr lagen die Verluste bei fast 41,4 Millionen Dollar.

Für Willard Ahdritz, Gründer und Chariman von Kobalt, war das vergangene Jahr "ein weiteres Jahr des Wachstums".

Laut Laurent Hubert, CEO von Kobalt, sei Kobalt in den vergangenen drei Jahren zwar "erheblich gewachsen", doch er wisse, dass es "noch mehr zu tun gibt" und freut sich auf eine "nächste Phase des profitablen Wachstums".

Im vergangenen Geschäftsjahr erhöhte Kobalt die Zahl der Mitarbeiter von 515 auf 652 und eröffnete kürzlich ein Büro in Frankreich. Davor hatte das Unternehmen bereits Standorte in London, Berlin, New York, Nashville, Los Angeles, Sydney und Stockholm.

Derweil konnte die Kobalt Neighbouring Rights (KNR) Division neben Acts wie Ariana Grande, The Chainsmokers, Dua Lipa und Lewis Capaldi nun unter anderem auch Rag 'n' Bone Man, Lauv und Yungblud als neue Kunden gewinnen.